
Rosenlächerstraße 15
Planung: Dietrich | Untertrifaller Architekten / Statik: Mader & Flatz Ziviltechniker GmbH / Kunst am Bau: Edith Grabher
Bauherr: Gemeinde Lustenau / Wettbewerb: 1997 / Ausführung 1998- 1999
Eine schmale Zufahrt reicht zwischen Wohnhäusern hindurch zum Eingang dieses Gebäudes in der zweiten Reihe. Dort erstreckt sich ein gleichmäßiger Rhythmus von kleinen „Häusern“ unter einem fliegenden Dach. Drei Gruppenräume und ein Ruheraum, zwischen die sich Garderoben und der durchgehende Eingangsbereich unmerklich einfügen, schließen ab auf gleicher Höhe mit einem zweigeschossigen Kopfbau.
Die Gruppenräume selbst sind differenziert in zurückgesetzte Bereiche mit überdachter Terrasse und überhohe Holz-Glaskörper, in denen rückwärts eine schmale Treppe auf ein eingeschobenes Holzpodest führt, um zurück in den Raum und zur Seite auf das Dach schauen zu können.
Der Kopfbau sieht oben Verwaltung und Küche vor, unten zwei halb in der Erde geborgene Bewegungsräume, deren umlaufendes Fensterband den Blick von schräg unten in die benachbarten Obstbäume freigibt.
Vorgefertigte Holzbauelemente und aussteifende Winkel aus Sichtbeton, unbehandeltes Holz in verschiedenen Schalungsarten, Birkensperrholzplatten mit der bildhaften Maserung des Schälfurniers und immer wieder Glasflächen, die den Kindern den Außenraum und die Jahreszeiten wie große Bilder ins Haus holen.
Energiekonzept: Dezentrale Lüftungsgeräte in den Gruppenräumen, Frischluftansaugung über Erdregister, Gastherme, Plattenheizkörper im Kopfbau.
Foto: Ignacio Martinez