Navigation überspringen
Lustenau Online

 
Bürogebäude Saeco (1998 / Erweiterung 2003)

  Lustenau Pfeil Architektur Pfeil Büro, Gewerbe, Industrie Pfeil Bürogebäude Saeco   

Schrift vergrössernSeite ausdruckenSchrift verkleinern
Bürogebäude Saeco (1998 / Erweiterung 2003)

Millennium Park 1
Planung: Baumschlager & Eberle / Statik: Mader & Flatz ZT GmbH / Haustechnik-Planung: GMI Ingenieure, Dornbirn / Elektro-Planung: Andreas Hecht, Rankweil
Bauherr: SAECO-ESTRO Elektrohandels GmbH

Erstes Gebäude und auch heute noch Flaggschiff des Industriegebietes Millennium Park
Zentrale eines Espressomaschinenimporteurs - Verkauf, Verwaltung, Werkstatt und Lager - Offen und flexibel - Betonskelett, vorgespannte Decken über 6m, Betonkern mit Materiallift steift aus - Nordseitig Erschließungs- und Sanitärgruppen - Glastrennwände - Vorgehängte Glasfassade

Baumschlager & Eberle betreiben hier exemplarisch die Aufgliederung von funktional-konstruktiven und raumbildenden Elementen, um sich ohne Mühe gestalterische Freiheiten zu schaffen. Ein Betonskelett aus Stützen und Decken, ausgesteift und erschlossen durch Treppen- und Liftkerne bildet wie ein Knochengerüst die innere feste Struktur. Die Deckenkörper - mit über 6m vorgespannten Betonelemente - sind hochgerüstet mit der Haustechnik eines Bürogebäudes und einer kontrollierten Be- und Entlüftung. Etwa 80cm vor der Fassade enden sie in dieser Stärke und Raum hohe weiße Vorhänge fallen zum Boden hinab. An die Glashaut schließen Decken-platten als nur 20cm dünne Leichtbauplatten an.
Ähnlich verfährt die Fassade. Die selbsttragende Glasfassade kommt ohne Rahmen und Mechanik daher, weil diese Aufgaben konsequent auf massivschwarzen Öffnungsflügel übertragen wurden. Geschossweise versetzt entsteht so der nach außen hin markante Rhythmus von tiefstem Schwarz und glasgrüner Transparenz. Das Resultat ist ein gleichwohl lapidarer wie überaus eleganter Licht- und Schattenkörper, der sich als perfekt planer Glasquader nachts in drei fein übereinander schwebende Lichtprismen wandelt. Der engelsgleiche Fall der Vorhänge scheint dann in barockem Schwung die unwirklich dünnen Decken zu tragen.

Foto: Eduard Hueber