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Wohnanlage Negrellistraße (1994)

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Wohnanlage Negrellistraße (1994)

Negrellistraße 6
Planung: Baumschlager & Eberle / Statik: GBD - Diem, Schuler, Pfefferkorn
Bauherr: I+R Schertler GmbH

Die Entwicklung des Wohnbaus in Vorarlberg, die von Baumschlager & Eberle ganz nachhaltig mit geprägt wurde, lässt sich in Lustenau exemplarisch nachvollziehen. Ein Wohnungsfehlbestand und Baulandverknappung führten Anfang der 90 Jahre dazu, dass die Vorarlberger Landesregierung den Gemeinden höhere Baunutzungen und Geschossflächenzahlen empfahl bzw. als politischen Willen dokumentierte. Eine ausführliche städtebauliche Diskussion unter allen Beteiligten setzte ein. Die höheren Dichten werden als Herausforderung verstanden, über den verdichteten Flachbau hinaus, neue Modelle zu entwickeln. Während in der Wohnanlage „Am Sand“ (1996) die Baukörper in hohem Maße standardisiert und Gestaltung vornehmlich auf die Gebäudestellung reduziert wurde, wurde im 1994 fertiggestellten Projekt „Negrellistrasse“ noch eine intensive Gliederung und Differenzierung des Bauvolumens betrieben, um eine Integration in eine Einfamilienhausstruktur entlang des Grindelkanals zu erzielen.
Die brückenhaften Öffnungen erhalten Sichtbeziehungen, Maßstäblichkeit und die Einbeziehung von öffentlichen Fuß- und Radwegenetzen sind probate Mittel dazu. Der konventionelle Mauerwerksbau mit hochgedämmter Fassade teilt sich in seiner Grundrisstypologie in 2-Zimmerwohnungen und Maisonetten im EG und 1.OG. Im 2.OG und im 3. OG befinden sich 3- Zimmerwohnungen, im UG sind Abstellräume, Garagen und Schutzräume.

Foto: Eduard Hueber