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Reihenhausanlage Reichenaustraße (1977)

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Reihenhausanlage Reichenaustraße (1977)

Reichenaustraße 96 - 100
Planung: Rudolf Wäger
Bauherr: Private Errichtergemeinschaft

Die Reihenhausanlage folgt dem Prinzip des verdichteten Flachbaus, einem Siedlungskonzept, das durch Roland Rainer, einer für Vorarlberg wichtigen Lehrerpersönlichkeit, energisch propagiert wurde. In der Vereinigung von hoher Grundstücksausnutzung durch dichte Bauweise und individueller Privatheit hat es überraschenderweise im Lande nur wenige Umsetzungen dieses Typus gegeben.
Hier sind der Reihe von 7 zweigeschossigen Einfamilienhäusern kompakte grüne Höfe (mit etwa 13 x 7m) vorgelagert, die sich durch 2m hohe Mauern abschließen und wie große grüne Gartenzimmer den Wohnraum erweitern.
Die Wohngebäude mitsamt der Möblierung wurden wie Maßanzüge präzise auf die verschiedenen Funktionen und Bedürfnisse der Bewohner zugeschnitten. Der Mauerwerksbau zu ebener Erde wurde in Klinkerziegeln von einer Baufirma durchgeführt. Das Obergeschoss mit den Schlafräumen und der Innenausbau sind in einem logisch konzipierten System geplant, das großteils im Selbstbau umgesetzt wurde.
Diese introvertierte Bebauungsform steht in scharfem Kontrast zum demonstrativen Gestus der angrenzenden Einfamilienhäuser, deren exponierte Grünflächen rund um ein mittig gesetztes Einzelgebäude aber kaum Privatheit bieten.