
Eigentlich begann die Zentrierung Lustenaus schon Ende der fünfziger Jahre. Die Gemeinde verzichtete darauf, die an den Kirchplatz grenzende Liegenschaft für eigene Zwecke zu erwerben, so dass kommerzielle Nutzungen diese strategisch wichtige Stelle besetzten. Gleichzeitig setzte die Gemeinde mit der Errichtung des noch heute bestechenden Rathauses neben der Pfarrkirche aber ein wirksames Zentrumszeichen: 1955 -58, Arch. Adelheid Gnaiger. 1957 Brand des Gasthauses Sonne. 1983 erfolgte über einen baukünstlerischen Ideenwettbewerb ein nächster Konkretisierungsschritt, gesucht wurden Entwürfe für die Gesamtgestaltung des Ortszentrums. Wettbewerbsvorbereitung Reinhold Bösch, Wettbewerbsjury unter Vorsitz von Fritz Achleitner, Gewinner Arch. Margreiter, Innsbruck. Das Ergebnis dieses Verfahrens überzeugte mehr durch das klare Bekenntnis zum Platzraum als durch die dann errichteten Bauten.
1987 Eröffnung des Reichshofsaal (in Abweichung vom Wettbewerbsentwurfs realisiert) und des Postgebäudes.
1990 schaffte neuerlich ein Wettbewerb den Durchbruch. Diesmal stellte die Gemeinde gemeinsam mit der regional bekannten Unternehmerfamilie Sutterlüty die Frage nach einem Ersatzbau für den Selbstbedienungsmarkt an der Südseite des Platzes. Damit war endgültig die Chance für eine Neuordnung des Zentrums gegeben.
Gewinner Daniele Marques und Bruno Zurkirchen, Luzern, Ausführung 1996, weitere Beauftragung der Architekten mit der Gestaltung des Kirchplatzes
Foto: Land Vorarlberg