
Quelle für Bestleistungen
Lustenau galt schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als Sporthochburg Vorarlbergs. Immer wieder brachte die Gemeinde Sportler hervor, die weit über ihre Heimat hinaus bekannt wurden. Von den sechs Vorarlberger Athleten, die an den Olympischen Sommerspielen 1936 in Berlin teilnahmen, stammten fünf aus Lustenau. Einer von ihnen, der Fußballer Ernst Künz, gewann mit der österreichischen Nationalmannschaft Silber – die erste Medaille, die ein Vorarlberger bei einer Sommerolympiade errang. Mehr als 100 Landesmeistertitel gingen zwischen 1918 und '38 an SportlerInnen aus Lustenau.
Die Fußballvereine konnten bei 18 von 19 Landesmeisterschaften der Zwischenkriegszeit den Titel errigen. Der »FC« erreichte außerdem zweimal, der »TB« (= Austria) einmal das Finale der österreichischen Fußballmeisterschaften für Amateure. Auch in der Bodenseemeisterschaft waren die beiden Vereine erfolgreich. Sport war stets eng mit Politik verwoben.
So existierten praktisch in allen Sportarten mindestens zwei Vereine, wobei jeweils einer dem christlichsozialen und einer dem großdeutsch-liberalen Lager nahe stand. Während der Zeit des Ständestaates wurde der »TV 1880« wegen der nationalsozialistischen Betätigung seiner Mitglieder ebenso aufgelöst wie der »FC Hag«. Nach 1938 wurden dagegen die meisten christlichsozialen Vereine geschlossen.