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Lustenau baut auf Erfahrung

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Lustenau baut auf Erfahrung

Der Rhein und die Zeiten formten die Menschen

„Lustenouua“ wurde im Jahr 887 erstmals erwähnt auf Urkunden, die Kaiser „Karl der Dicke“ hier ausgestellt hatte. 1830 kam Lustenau als letzter Teil Vorarlbergs zu Österreich. Lustenau litt stark unter dem unberechenbaren Rhein. Immer wieder durchbrach der ungestüme Fluss die schützenden Dämme und verursachte großen Schaden. Da seine Wasserkraft nicht nutzbar war, ging die erste Industrialisierungswelle spurlos an Lustenau vorüber.

1867 wurde die Unterfahrbrücke als erste Rheinbrücke Vorarlbergs eröffnet. Ende des 19. Jahrhunderts wurde mit der Rheinregulierung begonnen. Gleichzeitig erlebte die Stickerei eine erste Hochblüte und das Dorf einen ungeahnten Aufschwung. Dies war einer der Gründe, weshalb Kaiser Franz Josef Lustenau am 13. Juni 1902 zur Marktgemeinde erhob.

Das 20. Jahrhundert war geprägt von der zunehmenden Bedeutung des Stickereiwesens in Lustenau, den Schrecken und Alltagsproblemen der beiden Weltkriege, der Zwischenkriegszeit und der Aufbauarbeit der Nachkriegszeit. Die aktive Gestaltung von Wirtschaft, Bildungsangebot, sozialer und kultureller Infrastruktur machte Lustenau zu einer modernen Kommune mit viel Lebensqualität. Die jüngste Geschichte ist durch den wirtschaftlichen Erfolg Lustenauer Unternehmen und die Entwicklung des Ortszentrums geprägt.