
Verkehrssysteme reichen weit über die Projektierung von Straßen und Wegen oder die Einführung von Buslinien hinaus, sie streifen quasi jeden Bereich unseres Lebens und greifen weit in die Zukunft hinein. Das Verkehrskonzept ist eine Leitlinie für Planungen und Maßnahmen im Gemeindegebiet.
Mit dem Verkehrskonzept wurde der renommierte Verkehrsexperte Professor Hermann Knoflacher beauftragt. Ziele sind die Steigerung des Anteils der Wege, die mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden, Förderung der sanften Mobilität wie zB Stärkung des Verkehrsverbundes.
Fahrradfreundliche Gemeinde
Beim Fahrradverkehr nimmt Lustenau im Vergleich zu anderen Kommunen einen Spitzenplatz ein. Das belegen zahlreiche Auszeichnungen, aktuell jene der „fahrradfreundlichen Gemeinde 2012“ durch das KfV. Nichtsdesotrotz wollen wir den Anteil der Wege, die umweltfreundlich mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit offentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden, weiter steigern und mit einer hochwertigen Infrastruktur für eine umweltfreundliche Mobilität sorgen. Der neue Generalverkehrsplan wird eine wichtige Leitlinie für Lustenaus zukünftige Verkehrspolitik sein.
REK als Basis
Das räumliche Entwicklungskonzept Lustenau (REK)von 2006 legt die Grundsätze zur räumlichen Entwicklung für die Siedlungsstruktur, die Zentrumsentwicklung, die Betriebsstandorte, den Grünraum, den Gewässerschutz, die innerörtlichen Freiräume und auch Ziele zum Verkehr fest. Das an Prof. Knoflacher beauftragte Konzept vertieft das räumliche Entwicklungskonzept in Bezug auf den innerörtlichen Verkehr. Mit Umsetzung der Maßnahmen seitens der Gemeinde wird Lustenau einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger Verkehrsentwicklung und Stärkung des Verkehrsverbundes gehen.
Leitlinie für zukunftsfähige Verkehrspolitik
Außerdem werden durch die Umsetzung bzw. Annahme des Verkehrskonzeptes viele Diskussionen und Entscheidungen in den Gemeindegremien wesentlich einfacher, da sie eindeutig, fachlich begründet und überall gleich gelten. Dies stellt eine wesentliche Erleichterung für die Verwaltung und die Politik dar und ist außerdem ein klares Signal an die Bevölkerung.
Einbindung der Bevölkerung
Diese konnte schon bei der von der TU Wien durchgeführten Haushaltsbefragung 2008 Wünsche und Anregungen für Lustenaus Verkehrspolitik mitteilen. 2011 war man aufgerufen, mit einem weiteren Fragebogen seine Meinung zu den Zielen des Generalverkehrsplanes zu deponieren. Im März wurde die Rohfassung für das Verkehrskonzept der Bevölkerung bei einer öffentlichen Veranstaltung präsentiert und zur weiteren Mitarbeit aufgerufen. Die eingebrachten Anregungen und Haltungen der internessierten MitbürgerInnen wurden in die Endfassung übernommen.
Download Mobilitätsbericht
Eine Zusammenfassung des Verkehrskonzepts gibt es im 2. Mobilitätsbericht der Marktgemeinde unten angeführt als Download.