Feuerbrand

Feuerbrand: Triebbefall Apfel

Feuerbrand ist eine hochinfektiöse, schwer bekämpfbare Erkrankung an Kernobst und nah verwandten Ziergehölzen. Die Blätter und Blüten der befallenen Pflanzen welken plötzlich und verfärben sich braun oder schwarz. Infizierte Triebspitzen krümmen sich infolge Wasserverlust oft hakenförmig nach unten. Bei feuchtem Wetter treten aus befallenen Stellen weißliche, später braun werdende Tropfen klebrigen Bakterienschleimes aus.

Feuerbrand ist meldepflichtig! Meldungen an die Gemeinde, Sekretariat Bauamt, T 8181-5000, E bauamt@lustenau.at.

Auftreten

Der Feuerbrand ist von anderen Krankheiten äußerlich kaum zu unterscheiden. Überprüfen Sie zuerst, ob folgende Symptome zutreffen:

  1. Tritt auf an Apfel, Birne, Quitte, Feuerdorn, Weißdorn, Rotdorn, japanischer Zierquitte, Zwergmispel (Cotoneaster), Eberesche/Vogelbeere, Felsenbirne, Photinia, Mispel, Mehlbeere und Zierapfel.
  2. Auch bei trockenem Wetter sterben laufend Zweige ab.
  3. Durch Feuerbrand befallene und verdorrte Blätter bleiben am Zweig hängen.
  4. An den befallenen Trieben werden kleine, zuerst helle, später honig- bis bernsteinfarbene Tröpfchen sichtbar.

Sonstige Informationen

Infektion

Bei der Infektion dringt das Bakterium über natürliche Öffnungen, Blütenanlagen oder Wunden in die Pflanze ein. Die Erreger breiten sich über das Rindengewebe und zwar deutlich schneller in jungen als in älteren Trieben aus. Je nach Temperatur frühestens 5 bis 30 Tage nach der Infektion werden erste Absterbeerscheinungen sichtbar.

Ausbreitung

Feuerbrand wird über größere Entfernungen mit verseuchtem Pflanzenmaterial oder kontaminierten Gegenständen wie Schneidewerkzeuge verbreitet. Im Nahbereich erfolgt die Ausbreitung durch Regen, Wind und Insekten.

Information

Detaillierte Infos zum Erscheinungsbild, Handlungsanleitungen, Hygienemaßnahmen und Entsorgung befallener Pflanzenteile entnehmen Sie der Seite der Landwirtschaftskammer.

DI Rudi Alge Abteilungsleiter
T +43 5577 8181-5201 E-Mail senden

Bauamt
Rathausstraße 1