Wirf einen Blick auf Lustenaus Zentrum

Lustenau+Mobil+Markt+2014

Seit 2012 widmet sich die Gemeinde in einem Strategieprozess der Entwicklung des Ortszentrums, zusammengefasst in einem Masterplan, der Ende 2014 von der Gemeindevertretung beschlossen wurde. Das interdisziplinäre Team aus Beat Consoni (Städtebau), Rita Illien (Landschaftsarchitektur), Peter Hartmann (Verkehrsplanung), Joëlle Zimmerli (Soziologie) unter der Leitung von Architektin und Architekturvermittlerin Marina Hämmerle haben Empfehlungen ausgearbeitet, die das Zentrum attraktiver und einladender, kurz: lebenswerter machen sollen.

Masterplan mit Experten und Bevölkerung entwickelt

Zentrum Titelbild Homepage

Der Masterplan sieht eine schrittweise Um- und Neugestaltung öffentlicher Räume vor, mit dem Ziel die Lebensraumqualität zu erhöhen. Durch Foren, Befragungen und Diskussionsveranstaltungen waren interessierte BürgerInnen im Planungsprozess immer wieder eingebunden. Auch Empfehlungen von Handel-, Dienstleistungsunternehmer und Gastronomen, die aus Befragungen gewonnen wurden, sind im Masterplan berücksichtigt.

Ortszentren im Umbruch

Kirchplatz

Die Lustenauerinnen und Lustenauer wünschen sich Innerorts mehr Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. Die vielbefahrenen Straßen laden kaum zum Verweilen ein. Noch ist Lustenau, wie viele andere Städte und Gemeinden, einer zunehmenden Verkehrsbelastung durch das Ortszentrum ausgesetzt. Viele Ladenlokale bleiben ungenützt und der Detailhandel muss sich gegen die Konkurrenz der umliegenden Einkaufszentren behaupten.

Dennoch ist die Ausgangslage gut. Die Gemeinde ist im Besitz etlicher Baufelder im Zentrumsbereich – die Kommune konnte in den letzten Jahrzehnten wichtige Objekte und Flächen erwerben – und drei große, zentrale Immobilien in Privatbesitz stehen für einen Wandel an.

Mein Lustenau - Identität

Mein Lustenau - Visionen

Handlungsgrundlage für bauliche Maßnahmen

Der durch Experten ausgearbeitete Masterplan liefert ein gebündeltes Leitbild für die Zentrumsentwicklung. Die empfohlenen Maßnahmen scheinen auf den ersten Blick unspektakulär, münden jedoch in einer nachvollziehbaren Strategie und konkreten Handlungsempfehlungen.

Maßnahmen zur Zentrumsentwicklung

  • Verkehrsberuhigung: Der Bereich zwischen Jahnstraße und Kirchstraße wurde für den motorisierten Verkehr gesperrt. Vor der Post brachte man zusätzliche Fahrradabstellplätze an.
  • Bepflanzung und Möblierung Kirchplatz: Es wurden vier Rubinien am Kirchplatz und zwei Stadtbirnen zwischen Zwickeria und Bücherwurm gepflanzt und rundherum mit Naturstein gepflastert. Das mobile Sitz- und Spielelement schafft zusätzliche Aufenthaltsqualität ohne Konsumzwang.
  • Platzordnung für Gastronomiebetriebe: Durch Bodenmarkierungen wird eine Struktur für die Gastronomiebetriebe und die laufenden Veranstaltungen, wie Luschnouar Markt, Sommer.Lust am Platz usw. gegeben.
  • Neues Amtsgebäude: Die Villa in der Kaiser-Franz-Josef-Straße 34 wurde behutsam renoviert und zum Amtsgebäude adaptiert. Hier befinden sich die Abteilungen Bildung und Familienservice, Jugend und Kultur.
  • Rathausquartier und Außenraumgestaltung: Es wurden die Wege zwischen Rathaus, Bauamt, Villa und Volksschule Kirchdorf verbunden und zusammengelegt. Das so entstandene Quartier bietet bessere Aufenthaltsqualität mit Boulevardcharakter. Der Weg östlich des Rathauses wurde verkehrsberuhigt. Aus dem Schulhof der Volksschule Kirchdorf entstand ein öffentlich nutzbarer Spiel- und Freiraum.
  • ZIMA-Projekt Kaiserpark: Der neu entstehende Kaiserpark wird mit der Errichtung von Büro-, Gewerbe- und Wohnflächen in die Zentrumsgestaltung mit einbezogen.
  • Neue Oberfläche am Kirchplatz: In mehreren Etappen wird die Oberfläche des Kirchplatzes neugestaltet. In Arbeit ist derzeit ein Gestaltungskonzept, das Vor- und Kernzonen der Begegnungszonen im Zentrum definiert und Verbesserungen des Straßenraumes beinhaltet.

Kontakt

beka.jpg

DI Bernhard Kathrein

Gruppenleiter
T +43 5577 8181-5001
Gebäude: Bauamt

Rathausstraße 1

  • Ortsplanung
  • Raumplanung
 Seite drucken