Literaturreihe "Grenzgänger"

Sujet Literaturreihe Grenzgänger

Die Literaturreihe „Grenzgänger“ ist eine Kooperation zwischen der Bibliothek und der Kulturabteilung mit dem Ziel, Literatur als Bestandteil des Kulturangebotes Lustenaus weiter zu stärken und zu positionieren. Alle Abende der Reihe behandeln das Thema "Grenze" und beleuchten diesen Begriff aus unterschiedlichen Perspektiven: die Grenze als politische Idee, Grenzüberwindung, über seine eigenen Grenzen gehen, die Grenzen im eigenen Kopf, Flucht, Grenze als philosophisches Thema, aus geografischer Sicht und noch vieles mehr.

1. Lesung 2020: Wolfang Paterno "So ich noch lebe ..."

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Bitte beachten: Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus muss diese Veranstaltung verschoben werden. Neuer Termin: Freitag, 15. Mai 2020. Bereits gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit!

Als erster "Grenzgänger" im Jahr 2020 besucht uns der Journalist und Schriftsteller Wolfgang Paterno, der in Lustenau aufgewachsen ist. 
 
In seinem neuesten Buch „So ich noch lebe... Meine Annäherung an den Großvater. Eine Geschichte von Mut und Denunziation" nähert sich Wolfgang Paterno behutsam der Geschichte seines Großvaters. Dem Zollbeamten aus Lustenau und streng gläubigen Katholiken kostete Denunziation am Ende das Leben. Auf Basis spärlicher Spuren sucht der Autor Antworten: Wer war dieser Mann? Welche Menschen, welche politischen und gesellschaftlichen Mechanismen haben ihn auf dem Gewissen? Wie gehen die Hinterbliebenen mit dem Schicksal um – die Nachkommen der Opfer, aber auch der Täter?
 
Der Abend findet im W*ORT in der Raiffeisenstr. 18 statt. Durch den Abend führt Oliver Heinzle vom Historischen Archiv, für die musikalische Begleitung sorgt Martin Grabher an den Drums. 
 
Eintritt: 8,- € VVK, 10,- €  AK. Karten sind in der Bibliothek (T 05577/8181-4800) sowie im Kulturreferat (T 05577/8181-4200) erhältlich.

Achtung: NEUER TERMIN!
Literaturreihe „Grenzgänger“
Freitag, 15. Mai, 19.30 Uhr
W*ORT, Raiffeisenstr. 18

Zweisprachige 2. Lesung 2020: Hamed Abboud "In meinem Bart versteckte Geschichten"

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Erzählte der syrische Autor Hamed Abboud in seinem ersten Prosaband noch von den Schrecken des Krieges, den Massakern und der Flucht, so geht es in seinem neuesten Buch um das Ankommen und Leben in Europa: das irritierende Aufeinandertreffen der unterschiedlichen Kulturen und die Suche nach dem eigenen Platz in der neuen Heimat. Der schwarze Bart, Stolz der Männer, rückt ihn in die Nähe des Terrors, die liberale Kleiderordnung bringt ihn innerlich ordentlich ins Schwitzen.
 
Humorvoll betrachtet der Autor seine eigenen Erfahrungen und sein Schicksal, dem doch noch ein guter Moment abgewonnen werden kann – sei er auch noch so klein und absurd.
 
Hamed Abboud, 1987 in Syrien geboren, studierte in Aleppo Telekommunikationstechnologie. Er floh Ende 2012 nach Ägypten und kam über Dubai und die Türkei 2014 nach Österreich, wo er nun in Wien lebt.
 
Literaturreihe „Grenzgänger“
Donnerstag, 7. Mai 2020, 19.30 Uhr
Bibliothek Lustenau

Detaillierte Auskünfte geben gerne

Mag. Olivia Zischg Abteilungsleiterin
T +43 5577 8181-4201 E-Mail senden

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