Lustenauer Mundartdatei wird digitales Wörterbuch

Luschnou App Handy

Knapp 40 Jahre liegen zwischen der Entstehung der Lustenauer Mundart-Karteikarten im Jahre 1980 und dem digitalen Wörterbuch als App fürs Handy im Jahr 2017. 2002 wurde die Lustenauer Mundartdatei als PDF veröffentlicht.

Mundartdatei als PDF

Die PDF-Datei erlaubt die wahlweise Suche nach dem Hochdeutschen Pendant oder dem entsprechenden Dialektausdruck. Nach dem Öffnen der Datei kann durch die Funktion „Suchen“ (oder den Tastaturbefehl Strg+f) nach dem gesuchten Begriff nachgeschlagen werden. Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen! (siehe Infobox am Ende der Seite)

Lustenauer Wörterbuch als App

Die App "d'Luschnouar Sprôôch" ist die Mundartdatei in Form eines Wörterbuchs. Sie beinhaltet Lustenauer Dialektwörter und Redewendungen mit Übersetzung ins Hochdeutsche. Ein attraktives Feature der App ist die Audiofunktion zur Wiedergabe der Lustenauer Ausdrücke. Die Redewendungen sind in verschiedene Kategorien eingeteilt, für die es eine Filterfunktion gibt. Für Wörter sowie Redewendungen bietet der Zufallsgenerator lustige Abwechslung. Sie kann im jeweiligen App-Store des Handys unter Eingabe der Begriffe "d'Sprôôch" oder "Lustenauer Wörterbuch" heruntergeladen werden: Android  und iOS 

Weitere Information zu den Geräten
iOS: Funktioniert auf allen iPhones und iPads ab iOS 9.
Android: Funktioniert auf allen Smartphones mit Android und Android-Tablets ab Version 4.1.
Bitte beachten: Design und Auflösung sind für Smartphones optimiert. Alle anderen Handy-Betriebssysteme werden nicht unterstützt. Eine Browserversion für Windows, MacOS, Linux und alle Tabletcomputer ist in Vorbereitung.

Wie alles begann:

Brief Übergabe Mundart-Datei

Schon in den 70-er Jahren beschloss Sieglinde Fitz-Grabher, Tochter des Heimatdichters Hannes Grabher, Lustenauer Wörter zu sammeln und daraus eine Datei anzulegen. Dies deshalb, da sie feststellen musste, dass in den Gedichtbänden ihres Vaters verschiedene Schreibweisen verwendet wurden. Weil ihre Sammlung, die doch schon einige tausend Wörter umfasste, unzulänglich war, bat Fitz-Grabher um Unterstützung durch andere Lustenauer Persönlichkeiten, denen die Erhaltung der Lustenauer Mundart ebenfalls ein großes Anliegen war.

Über 11.000 Lustenauer Wörter und Ausdrücke und deren hochdeutsche Übersetzung konnten im Dezember 1983 der Gemeinde offiziell übergeben werden. In den folgenden Jahren war Sieglinde Fitz kontinuierlich auf der Suche nach weiteren Wörtern und fügte diese der maschingeschriebenen Datei hinzu.

Im Frühjahr 2002 bekam Veronika Hofer von der Gemeinde den Auftrag, die Lustenauer Wörter samt Übersetzung zu digitalisieren. Mit dieser Online-Mundartdatei ist ein umfassendes „Wörterbuch“ des Lustenauer Dialekts öffentlich zugänglich. Sie enthält über 11.000 Mundartbegriffe in alphabetischer Reihenfolge und lädt ein zum Stöbern, Schmökern oder Nachschlagen der korrekten Schreibweise.

Die App "d'Luschnouar Sprôôch"

Die Idee zur Luschnou App stammt von dem jungen Dornbirner HTL-Schüler Matteo Kofler, der im Februar 2016, als damals 16-Jähriger gemeinsam mit seinem Vater Benno Kofler die Idee zur App hatte. Das Projekt tauften sie „d’Luschnouar Sprôôch“. So enstand das Konzept, Matteo befasste sich mit der Android-Programmierung des Prototyps und auch das vorläufige Design stand bald.

Die Idee stieß in der Gemeinde auf großen Anklang weshalb es zur professionellen Umsetzung durch eine Lustenauer Firma kam. Veronika Hofer überarbeitete auf ein Neues sowohl das Wörterbuch als auch die Redewendungen. Alle Lustenauer Ausdrücke können in der App angehört werden. Die Stimme dahinter stammt von Veronika, die die knapp 10.000 Wörter und Redewendungen im Tonstudio eingesprochen hat.

Making-Of "d'Luschnouar Sprôôch"

Bedingungen für die Benutzung der Lustenauer Mundartdatei

  1. Wer in die Lustenauer Mundartdatei Einsicht nimmt, akzeptiert damit diese Bedingungen und verpflichtet sich zu deren Einhaltung.
  2. Daten aus der Lustenauer Mundartdatei dürfen nur für den privaten Gebrauch oder für wissenschaftliche Arbeiten verwendet werden.
  3. Eine gewerbsmäßige Nutzung oder die gewerbsmäßige Weitergabe der Daten an Dritte ist untersagt.