Finanzielle Unterstützung in der Betreuung und Pflege

Die Betreuung und Pflege von älteren und betreuungsbedürftigen Menschen ist nicht nur eine enorme physische und psychische Belastung, sondern bedeutet für die Familien auch einen großen finanziellen Aufwand. Wir informieren Sie gerne über finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten.

Pflegegeld

Das Pflegegeld ist ein pauschalierter Betrag zur Abgeltung pflegebedingter Mehraufwendungen und dient dem Ziel, Pflegebedürftigen soweit wie möglich die notwendige Betreuung und Hilfe zu sichern sowie die Möglichkeit zu verbessern, ein selbstbestimmtes, bedürfnisorientiertes Leben zu führen.  > Höhe des Pflegegeldes

Zuschuss zum Pflegegeld bei ambulanter Pflege
Das Land Vorarlberg kann einen Zuschuss in Höhe von 200,-- Euro monatlich gewähren, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind: Bezug eine Pflegegeldes der Stufen 5, 6 oder 7. Überwiegende Pflege zu Hause durch Verwandte oder Nachbarn. Wohnsitz in Vorarlberg. Kein Anspruch besteht bei Unterbringung in einem Pflegeheim oder bei Bezug eines Zuschusses zur Unterstützung der 24-Stunden-Betreuung. > Information und Antragsformular des Landes zum Zuschusses bei häuslicher Betreuung und Pflege

Förderung der 24-Stunden-Betreuung

Bundesförderung durch das Sozialministeriumsservice: Für die Förderung der 24-Stunden-Betreuung durch das Sozialministeriumsservice müssen gewisse Voraussetzungen erfüllt werden wie z.B. ein Höchsteinkommen der pflegebedürftigen Person, eine Aufnahme der Betreuungsperson in den Haushalt, die Vereinbarung einer Mindestarbeitszeit, Bezug eines Bundespflegegeldes zumindest der Stufe 5. Bei Pflegestufe 3 und 4 ist ein Nachweis über die Notwendigkeit einer 24-Stunden-Betreuung beizulegen. > Informationen und Antragsformulare des Sozialministeriumsservice

Zusätzliche Förderung der 24-Stunden-Betreuung durch das Land: Das Land Vorarlberg gewährt ab 1.1.2019 eine zusätzliche Förderung zur 24-Stunden-Betreuung für Menschen mit Pflegegeld ab der Stufe 4, unter gewissen Voraussetzungen auch bei Pflegegeldstufe 3. Die Förderung ist abhängig vom Einkommen und kann nur bezogen werden, wenn auch eine Bundesförderung bezogen wird. > Informationen und Antragsformulare des Landes

Befreiung von der Rezeptgebühr

Bestimmte Personen sind ohne Antrag von der Rezeptgebühr befreit: z.B. Bezieher einer Pension mit Ausgleichszulage, Zivildienstleistende.

Liegt das monatliche Nettoeinkommen unter einem bestimmten Richtwert, so kann ein Antrag auf Rezeptbebührenbefreiung bei der VGKK (oder bei der entsprechenden Sozialversicherung) gestellt werden. > Information und Antrag VGKK

Unterstützung pflegender Angehöriger

Unter gewissen Voraussetzungen bietet das Sozialministeriumservice eine finanzielle Unterstützung für pflegende Angehörige an, um sich bei Abwesenheit (z.B. Krankheit, Urlaub) von einer Ersatzpflege vertreten zu lassen.

Krankenversicherung für pflegende Angehörige

In der Krankenversicherung kann eine Person kostenlos mitversichert sein, die mit der/dem Pflegenden verwandt oder verschwägert ist, und dieser ein Bundespflegegeld mindestens der Stufe 3 bezieht. Dies gilt für die Person, die unter überwiegender Beanspruchung der Arbeitskraft nicht erwerbstätig in häuslicher Umgebung pflegt. Auch nicht verwandte Personen können unter bestimmten Voraussetzungen beitragsfrei mitversichert sein. Auskünfte erteilt die Gebietskrankenkasse.

Pensionsversicherung für pflegende Angehörige

Personen, die einen nahen Angehörigen mit mindestens Bundespflegegeld in Höhe der Pflegestufe 3 pflegen, können sich unter gewissen Voraussetzungen kostenlos in der Pensionsversicherung weiterversichern, wenn die Pflege ihre Arbeitskraft erheblich oder gänzlich beansprucht. Anträge sind bei dem Versicherungsträger zu stellen, bei dem zuletzt Versicherungszeiten erworben wurden. Sind noch keine Versicherungszeiten vorhanden, ist der Antrag bei der Pensionsversicherungsanstalt zu stellen.

Familienhospizkarenz / Familienhospizteilzeit

Es besteht die Möglichkeit, zur Begleitung sterbender Angehöriger oder schwerstkranker Kinder die Arbeitszeit zu ändern oder sich bei aufrechtem Arbeitsverhältnis karenzieren zu lassen. Über die Gewährung eines Pflegekarenzgeldes entscheidet das Sozialministeriumservice, es kann gleichzeitig ein Antrag auf Leistung aus dem Familienhospizkarenz-Härteausgleich gestellt werden. Auch beschäftigungslose Personen, die Leistungen vom AMS beziehen, können unter Umständen eine Familienhospizkarenz in Anspruch nehmen.

Pflegekarenz / Pflegeteilzeit

Mit dem Arbeitgeber kann unter gewissen Voraussetzungen eine Pflegekarenz oder eine Pflegeteilzeit für die Dauer von 1 bis 3 Monaten zur Pflege von nahen Angehörigen vereinbart werden. Über die Gewährung eines Pflegekarenzgeldes entscheidet das Sozialministeriumservice. Auch beschäftigungslose Personen, die Leistungen vom AMS beziehen, können unter Umständen eine Pflegekarenz oder Pflegeteilzeit in Anspruch nehmen.

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