Abschied von zwei Baumriesen im Parkbad 12. Februar 2026

Eine vertraute Silhouette fehlt seit Kurzem im Parkbad: Zwei 60 Jahre alte Pappeln mussten gefällt werden, weil ein Pilz sie so stark geschwächt hatte, dass ihre Standsicherheit nicht mehr gegeben war. Die regelmäßigen Kontrollen des Baumkatasters hatten die Krankheit festgestellt. Das Kataster erfasst die 1.830 Bäume in Lustenau und steuert deren gezielte Pflege.

Foto1_IMG_5658 Zwei kranke Pappeln unter dem Familienhügel musste schweren Herzens gefällt werden.
Foto2_IMG_5651 Die Bäume waren von einem holzzersetzenden Pilz befallen.

Seit Eröffnung des Parkbads 1965 standen die Pappeln am Fuße des Familienhügels und spendeten Badegästen wertvollen Schatten. „Wir haben die alternden Baumriesen schon länger genau beobachtet. Nun waren sie zusätzlich von einem holzzersetzenden Pilz befallen, vermutlich dem Eschenbaumschwamm", erklärt Leanne Maree von der Planungsabteilung, die das Baumkataster der Gemeinde führt. Aus Sicherheitsgründen mussten die Pappeln nun entfernt werden. Für Nachwuchs ist jedoch gesorgt: Junge Bäume sind bereits gepflanzt und werden wieder zu großen Schattenspendern heranwachsen.

Beim Entfernen der Pappeln blieb ein rund 50 Zentimeter hoher Stamm stehen. Das schützt die Wurzeln der umliegenden Bäume, die sonst beim Ausfräsen beschädigt würden. Daraus wird mithilfe einer Holzplatte kurzerhand ein Tisch für die Badegäste.

Die Bäume sind im Parkbad sind weit mehr als eine schöne Kulisse. Sie sind natürliche Klimaanlagen: Ihre Kronen spenden Schatten, ihre Blätter kühlen die Umgebung, filtern Staub aus der Luft, bremsen den Wind und sie bieten Lebensraum und Nahrung für Vögel, Insekten und Kleintiere.

Foto3_IMG_5668 Für Baumnachwuchs im Parkbad ist gesorgt.

Damit dieser wertvolle Baumbestand im Parkbad erhalten bleibt, wird seit Jahren vorausschauend gepflanzt: 2019 kamen vier neue Bäume hinzu, im Herbst 2024 weitere sechs. „Wir fördern die Naturvielfalt und setzen bewusst auf heimische Arten - eine Mischung aus schnell wachsenden Pionierbäumen wie der Pappel und langsam wachsenden Arten wie Ahorn, Eiche und Linde", sagt Leanne Maree. „So bewahren wir den typischen Parkcharakter, der dem Parkbad seinen Namen gab und als einen Lieblingsort der Lustenauerinnen und Lustenauer hoffentlich noch lange prägen wird."