Aktionstage 2018 „Nie wieder Faschismus“ 23. März 2018

Zwischen 15. und 18. März veranstaltete die Offene Jugendarbeit Lustenau gemeinsam mit dem Jugendtreff Westend Bregenz die 16. Aktionstage. Im Gedenkjahre 2018, 80 Jahre Anschluss Österreichs an Nazideutschland, drehten sich die insgesamt neun Veranstaltungen um das Thema „Nie wieder Faschismus“. Mit über 250 Besucherinnen und Besuchern stieß die Veranstaltungsreihe auf reges Interesse.

Aktionstage Gedächtnis Orte mit Oliver Heinzle Von Oliver Heinzle erfuhren die Jugendlichen allerhand interessante Details zu Lustenau während der NS-Zeit.

Abwechslungsreiches und informatives Programm

Aktionstage Plakat Gesichter zeigen Grundlage für das am Donnerstag präsentierte Plakat „Gesicht zeigen und querstellen“ war das Zitat von Max Mannheimer: „Wir sind nicht verantwortlich für das, was geschah. Aber dass es nicht wieder geschieht, dafür schon“.

Gestartet wurde am Donnerstag, den 15.03.2018, mit dem Vortrag der Zeitzeugin und Ausschwitzüberlebenden Christa Rose im Culture Factor Y. Die Schilderungen ihrer Erlebnisse bewegten die Zuhörer und regten zum Nachdenken an. In ihren Ausführungen appellierte Christa Rose, bei gesellschaftlichen Herausforderungen nicht nach Sündenböcken zu suchen und keine Menschen auszugrenzen.

Das Freitagsprogramm enthielt zwei lebendige und interessante Workshops zu den Themen Anti-Rassismus, bei dem sich die BesucherInnen auf spielerische Art mit den Themen Diskriminierung und Ausgrenzung beschäftigten und Fremdenfeindlichkeit, wo über Begriffe wie Faschismus, Juden, etc diskutiert wurde.

Gemeinsam mit Oliver Heinzle vom Historischen Archiv machten sich rund 30 Jugendliche am Samstag zu Fuß auf den Weg durch Lustenau und erhielten Informationen über die NS-Zeit in der Gemeinde. Im Anschluss daran gab Johannes Spies beim Workshop „Nationalsozialismus und Holocaust“ Einblicke in die Themen „Nationalsozialismus“, „Rassismus" und „Antisemitismus“. Außerdem wurden Fragen zur eigenen Identität, zu Vorurteilen und zur Bedeutung der Ereignisse für die Gegenwart thematisiert.

Ihren Abschluss fanden die Aktionstage am Sonntag mit einer spannenden Exkursion ins jüdische Museum in Hohenems. Auf dem Programm der Jugendlichen stand neben der Dauerausstellung die an dem Sonntag eröffnete Sonderausstellung „Sag Schibbolet!“. Rückblickend sind sich Veranstalter sowie Teilnehmer einig: „Es war eine gelungene und interessante Veranstaltungsreihe, bei der viel aus dem Gehörten und Erlebten mitgenommen werden konnte.“