Auf den Spuren des Bibers in Lustenau 29. Januar 2019

Biber_Dietmar Hollenstein (2)

Vor ca. 350 Jahren in Vorarlberg ausgerottet, ist der Europäische Biber seit 2006 wieder in Vorarlberg heimisch. Seit rund zwei Jahren ist er auch in Lustenau erneut aktiv, wie an seinen Nagespuren unschwer zu erkennen ist.

Seine „Baustellen“ befinden sich am Alten Rhein, der für Biber einen perfekten Lebensraum darstellt, aber auch den Lustenauer Kanal nützt er eifrig. Mit einer Rumpflänge von 80 – 100 cm ist er das größte Nagetier Europas. Im Sommer sieht man recht wenig von seiner Anwesenheit – nur einzelne Wege und Rutschen verraten ihn. Aber jetzt im Winter kann man die Biberspuren besonders gut sehen, denn derzeit fällt er Bäume, um an seine Winternahrung, die hauptsächlich aus Knospen und Rinde besteht, zu gelangen.

Erfolgsnachweis für naturnahen Wasserbau

Dass der Biber zu uns zurückkehrt, ist auch ein Beweis für die gelungenen Bemühungen zur Gewässerreinhaltung und Revitalisierung, da diese scheuen und intelligenten Tiere intakte Gewässer brauchen, um sich anzusiedeln und überleben zu können.

Biberspuren_Baum Weichhölzer wie Pappeln und Weiden am Alten Rhein sind die bevorzugte Winternahrung des Bibers.
Biber_gefällter Baum Im Jahr 2018 gefällter Baum am Neuner in der Zellgasse.

Rücksicht beim Zusammenleben mit dem Holzfäller

Das Zusammenleben mit dem Biber birgt einige Herausforderungen, denn nicht jeder Baum soll gefällt werden. Daher wird regelmäßig kontrolliert, was der Biber gerade macht und bei Bedarf entsprechend eingegriffen. In Lustenau übernehmen dies vor allem die Mitarbeiter des Bauhofs. „Falls Sie neue Biberspuren entdecken oder Fragen zum Biber haben, freut sich die Vorarlberger Biberbeauftragte Mag. Agnes Steininger über Ihren Anruf“, teilt Rudi Alge von der Abteilung Umwelt und Abfallwirtschaft mit.

  • Kontakt Bibermanagement Vorarlberg
    T +43 664 8771842