Aus der Gemeindevertretungssitzung 26. Juni 2026

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Bei brütender Hitze tagte die Gemeindevertretung am Donnerstag, den 25. Juni. Vergaben für den Millennium Park Süd, der Gemeindefriedhof Hasenfeld und Beschlüsse zur Ortsplanung und Gemeindeentwicklung standen auf der Tagesordnung. Die Gemeindevertretungssitzung konnte via Livestream mitverfolgt werden und kann auf www.lustenau.at/gemeindevertretung nachgesehen werden.

Prüfungsausschuss, Geschäftsberichte

Der Prüfungsausschuss nahm den Bauhof unter die Lupe und stellte dem Team rund um Leiter Wolfgang Hagen ein ausgezeichnetes Zeugnis aus – der immer wachsende Aufgabenbereich sei eine große Herausforderung. Auch die bauliche Situation des Geräteschuppens müsse angegangen werden. Lustenau Marketing Geschäftsführerin Nathalie Heinisch und Franz Reich, der Geschäftsführer der Sozialdienste Lustenau, präsentierten ihre Geschäftsberichte und standen für Fragen der Gemeindevertretung zur Verfügung.

Erschließung Millennium Park Süd

Unter Vergaben wurden die Baumeisterleistungen für den Ausbau des Millennium Park Süd, den Bau der Mittelachse, beschlossen. Der Auftrag für Straßenbau und Ausbau Ortskanal, Wasser und Glasfaser in der Höhe von 1.024.926,72 Euro netto ging an den Bestbieter, die Firma Wilhelm + Mayer aus Götzis.

Änderungen in der Friedhofsverordnung

Zwei Tagesordnungspunkte betrafen den Gemeindefriedhof Hasenfeld. So wurde erstens die bestehende Verordnung dahingehend geändert, dass die Einsegnungshalle auf dem Friedhof künftig auch für Verabschiedungen, die ohne Bestattung auf dem Friedhof erfolgen, zur Verfügung gestellt wird. Dies deshalb, weil immer öfters Verabschiedungen von Verstorbenen durchgeführt werden, die nicht dort bestattet werden oder von Verstorbenen, die keiner Kirche angehören, usw.

Tarif für Wiesengrab beschlossen

Und es gibt auch ein neues Angebot am Gemeindefriedhof: ein Wiesengrab. Der Tarif dafür beläuft sich wie beim Gemeinschaftsgrab auf 696 Euro, dazu kommt noch ein gelasertes Namensschild um 234 Euro inkl. Montage, so der einstimmig gefasste Gemeindevertretungsbeschluss.

 

Masterplan Siedlungsentwicklung

Foto1_DSC8364 Der Masterplan Siedlungsentwicklung wurde aktualisiert.

Weiters wurde auch die Aktualisierung des Masterplans Siedlungsentwicklung mehrstimmig zur Kenntnis genommen: Hier wurden die Zonenabgrenzung und Ziele zur Siedlungsentwicklung an die Vorgaben des REP (Räumlicher Entwicklungsplan) angeglichen und die Vorgaben für Verdichtungen überarbeitet. Statt des bisherigen Gestaltungsbeirats wird ein neues Fachgremium installiert, das bei Bedarf zugezogen wird. Bei Ausnahmen aus dem Masterplan wird das Projekt künftig auch dem Gemeindevorstand vorgelegt.

Baukulturelles Erbe sichern und gestalten

Foto3_20250627_MIK_218046_HiRes Im neuen Ortsbildinventar ist Lustenaus erhaltenswerte Bausubstanz erfasst.

Das neue Ortsbildinventar, erstellt von der Architektin und Publizistin Marina Hämmerle und Geli Salzmann, Architektin und Raumplanerin, gibt einen Überblick über die erhaltenswerte Bausubstanz in unserer Gemeinde. Es umfasst einzelne Gebäude, Ensembles oder Straßenzüge und wird als Hilfsmittel für die Gemeindeplanung zum Einsatz kommen. Die Gemeindevertretung nahm das Ortsbildinventar, wofür die Architektinnen auch mit öffentlichen Erkundungsspaziergängen durch Lustenau führten, einhellig zur Kenntnis.

Baugrundlagenbestimmung

Die Gemeindevertretung beschloss Änderungen bezüglich der Verpflichtung zur Baugrundlagenbestimmung. Diese wurde auf Basis der gemachten Erfahrungen überdacht und neu bewertet. Ziel ist eine Vereinfachung der bürokratischen Abläufe für Bürgerinnen und Bürger und die Verwaltung. So wird jetzt eine Baugrundlagenbestimmung erst ab einer geplanten Gesamtgeschoßfläche von 400 m² verpflichtend oder wenn es sich um ein Gebäude oder Grundstück handelt, das im Ortsbildinventar verzeichnet ist.