Ausstellung von Imelda Wachter im dô 5. März 2026

Im dô für Jung und Älter in der Dornbirner Straße 19 wird bis 26. März eine Ausstellung der Vorarlberger Künstlerin Imelda Wachter gezeigt. Zur Eröffnung am vergangenen Donnerstag durften Gastgeber Florian Gerer und die beiden Gemeinderätinnen Nicole Feurstein-Hosp (Jugend und Familien) und Nadine Peschl (Kultur) zahlreiche Besucherinnen und Besucher und die Künstlerin begrüßen.

Fullhouse2 Im dô werden Arbeiten von Imelda Wachter gezeigt.

Die Arbeiten von Imelda Wachter widmen sich unscheinbaren Gegenständen des Alltags – von Buchstabensuppe bis Taschentücher und verleihen ihnen poetische Präsenz. Worte, Buchstaben und Materialien werden zu leisen, aber starken Botschaftern. Die Haptik spielt eine wesentliche Rolle: Eine speziell eingerichtete Vitrine lädt zum Berühren und Erforschen ein, während eine Magnetwand ein in Einzelworte zerlegtes Gedicht zur spielerischen Neuinterpretation anbietet. Damit entsteht ein offener, interaktiver Raum für Besucherinnen und Besucher aller Altersgruppen.

Offenheit, Fragilität und bewusste Unvollständigkeit

Kunsthistorikerin Kathrin Dünser, die auch privat mit der Künstlerin verbunden ist, stellte in ihrer Rede den persönlichen Zugang zu Imeldas Wesen und deren Arbeitsweise in den Mittelpunkt. Dünser war es auch, die den entscheidenden Impuls gab, Imelda Wachter für eine Ausstellung im dô zu gewinnen: „Ein wichtiger Schlüssel zum Verständnis ihres künstlerischen Schaffens sind zwei Zitate, die in der Ausstellung präsent sind.
Der Satz ,Kompliziert wird das Leben dann, wenn man das Einfache nicht mehr sieht‘ von Alfried Längle spiegelt Imeldas Blick auf das Alltägliche wider, das sie in ihren Arbeiten wieder sichtbar und spürbar macht. Ebenso prägend ist das Zitat von Viktor Frankl ,Auch Unfertiges hat Gültigkeit, Vollendung und Länge machen nicht den Sinn‘. Es beschreibt die Offenheit, die Fragilität und die bewusste Unvollständigkeit, die stets präsent ist in ihren Werken.“

Mit Kunst und Kultur in Berührung kommen

Gruppenbild Nadine Peschl, Imelda Wachter, Florian Gerer und Nicole Feurstein-Hosp

Jugendgemeinderätin Nicole Feurstein-Hosp betonte die Bedeutung eines Ortes wie das dô, wo junge Menschen niederschwellig mit Kunst und Kultur in Berührung kommen, auch wenn sie die im Alltag wenig Zugang zu klassischen Kultureinrichtungen finden. Kulturgemeinderätin Nadine Peschl unterstrich dies und berichtete von einem Jugendlichen, der nach der Ausstellung der Young Art Generation und dem FC Lustenau bereits gespannt auf die nächste Ausstellung gewartet habe. 
Die Ausstellung ist bis zum 26. März, donnerstags von 16 bis 19 Uhr, freitags und samstags von 17 bis 19 Uhr zu sehen. Sonderöffnungszeiten können mit Florian Gerer telefonisch vereinbart werden +43 664 9693748.