Bösch Lothar Transporte erweitert Fuhrpark mit Erdgas-LKWs 18. Juni 2019

Lothar und Elisabeth Bösch geben Gas in Richtung Umweltverbesserung: Im Fuhrpark des gleichnamigen Lustenauer Transportunternehmens befinden sich seit neuestem zwei Sattelzüge, die mit Erdgas fahren. Erdgasbetriebene Transporter stoßen kaum Rußpartikel aus und verursachen weniger Abgase als Dieselmodelle.

Übergabe Gas-LKW 035 Bösch Lothar Transporte fährt als erstes Lustenauer Transportunternehmen mit erdgasbetriebenen LKWs und tankt Biogas: Markus Sagmeister (Fa. Jeckel), Fahrer Philipp Konstatzky (Lothar Bösch Transporte), Vizebürgermeister Daniel Steinhofer, Firmenchefin Elisabeth Bösch, Bürgermeister Kurt Fischer, Werner Böhler (Vorarlberger Energienetze GmbH) Firmenchef Lothar Bösch und Ralf Jeckel (Jeckel Nutzfahrzeuge) bei der Übergabe der zwei Sattelzüge

Aufgrund des hohen Methangehalts weist Erdgas von allen fossilen Energieträgern den geringsten Kohlenstoff- und den höchsten Wasserstoffgehalt auf. Komprimiertes Erdgas (CNG) gilt bei Flottenbetreibern daher als effiziente Alternative zu konventionellen Treibstoffen: Es verbrennt praktisch ohne Feinstaub und mit deutlich niedrigeren Stickoxid- und Co2-Emissionswerten als etwa Diesel. Zusätzlich sind gasbetriebene Schwerlaster geräuscharm. Die Lärmbelästigung ist nur halb so hoch, als bei einem Modell mit Dieselantrieb.

Leise und umweltfreundlicher

Auch Lothar und Elisabeth Bösch, die seit 19 Jahren im Transportgewerbe tätig sind, wollen die Emissionen ihres Fuhrparks weiter reduzieren. Ende Mai hat das Transportunternehmen seine Fahrzeugflotte um zwei gasbetriebene Zugmaschinen erweitert. Bösch Lothar Transporte ist Lustenaus erster Transporteur mit Erdgas-LKWs: „In den vergangenen Jahren waren wir immer bestrebt, möglichst viele LKWS und Zugmaschinen auf dem neuesten Stand der Umwelttechnik zu halten und haben laufend neue Fahrzeuge angeschafft, gestartet mit Euro 0 bis Euro VI [Anm.: Abgasnorm]. Jetzt aber ist die Zeit gekommen, uns der neuesten Technologie zu widmen, nämlich den gasbetriebenen Motoren.“ Lothar und Elisabeth Bösch haben ihre zwei Sattelzüge bei Jeckel Nutzfahrzeuge in Lustenau gekauft. „So bleibt die Wertschöpfung im Land“, betonen die Unternehmer. Jeckel vertreibt LKWs des italienischen Fahrzeugbauers IVECO, der bei der Herstellung von Erdgasnutzfahrzeugen führend ist. Die Erdgas-LKWs kommen im lokalen und regionalen Ziel- und Quellverkehr zum Einsatz. Bürgermeister Kurt Fischer begrüßt die nachhaltigen Investitionen des Lustenauer Frächters in seinen Fuhrpark und wirft einen Blick nach Deutschland, wo erdgasbetriebene LKWs mautfrei fahren und in der Anschaffung gefördert werden.

Biogas im Tank

„Erdgasbetriebene Transporter sind für uns eine nachhaltige Option, weil sie gegenüber einem vergleichbaren Diesel-LKW Euro VI um 54 Prozent weniger Stickoxide, 96 Prozent weniger Stickstoffdioxide und 25 Prozent weniger Co2 ausstoßen. Und die Feinstaubbelastung ist praktisch null“, begründen die Firmenchefs ihre Entscheidung, auf Erdgas umzusteigen. Das Transportunternehmen reagiert damit auch auf die Anforderungen des regionalen Marktes: „Immer mehr Betriebe in Vorarlberg legen verstärkt Wert auf Umweltschutz. Nicht nur in der eigenen Produktion, sie fordern dies auch vermehrt von den Transporteuren ein. Auf besonderen Kundenwunsch werden wir auch zertifiziertes Biogas tanken, was unsere Umweltbilanz noch weiter verbessert“, sind Elisabeth und Lothar Bösch stolz, zu den Vorreitern in Vorarlberg zu gehören. Mit Biogas verringern sich die Co2-Emissionen um mehr als 80 Prozent.