Die Schüler des Sonderpädagogischen Zentrums (SPZ) verschenkten selbstgebastelte Friedenslichter auf dem Luschnouar Markt 31. März 2022

Die Schülerinnen und Schüler des Sonderpädagogischen Zentrums (SPZ) verschenkten selbstgebastelte Friedenslichter auf dem Luschnouar Markt.

Foto1 DSC_6617 Die Schülerinnen und Schüler des SPZ verschenkten selbstgebastelte Friedenslichter auf dem Markt.
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„Ich wünsche Ihnen Frieden und viel Gesundheit“, sagt der Schüler Antonio, der einer Dame auf dem Wochenmarkt das Friedenslicht überreicht. Dankend und mit einem Lächeln im Gesicht nimmt sie, wie viele andere Beschenkte, das Licht entgegen. Die Schüler des SPZ Lustenau haben in ihrem Werkunterricht rund 60 Friedenslichter in den ukrainischen Farben für die Lustenauer Bevölkerung gebastelt. Und setzen damit ein Zeichen des Friedens.

Betroffenheit bei den Kindern

Foto3DSC_6641 Freude über das Friedenslicht

„Der Krieg in der Ukraine beschäftigt auch unsere Schüler“, sagt Lehrerin Susanne Nardin-Gehrer vom SPZ. „Sie sind betroffen, was in der Ukraine geschieht.“ Behutsam haben sie sich in den vergangenen Wochen dem Thema genähert und aufkommende Fragen beantwortet. Bald stand fest: Auch sie wollen ein Zeichen des Friedens setzen. Und so haben die Schüler sich an die Arbeit gemacht und Gläser mit blauem und gelbem Papier bekleistert. In jedes Glas kam eine Kerze sowie ein Brief, in dem ein Friedenslied abgedruckt war. Im SPZ sind derzeit zwei Stützlehrerin aus Syrien beschäftigt. Besonders sie können gut nachempfinden, wie es den Menschen in der Ukraine derzeit geht. „Eine Stützlehrerin hat den Kindern erzählt, wie sie sich damals auf der Flucht gefühlt hat und was es bedeutet in ein Land zu kommen, dessen Sprache man nicht mächtig ist“, so Nardin-Gehrer. Auch ein Schüler, dessen Mama und Oma vom Jugoslawien-Krieg nach Lustenau geflüchtet sind, erzählt, wie es für sie war. Der Krieg ist in vielen Wohnzimmern der Kinder durch die TV-Nachrichten präsent. „Wir Lehrer haben die Fragen der Schüler beantwortet und altersgerecht runtergebrochen“, sagt Nardin-Gehrer.

Auf dem Wochenmarkt waren die 60 Lichter schnell verteilt. Mit Stolz überreichten die Schüler den Menschen ihre selbstgebastelten Friedenslichter. (bvs)