„Digital fit mit ID Austria“ - Großer Andrang bei Gratis-Schulungen 12. März 2026

Was ursprünglich als kleines Angebot für 10 bis 15 Personen gedacht war, entwickelte sich in Lustenau rasch zum Publikumsmagneten. Organisiert wird die kostenlose Veranstaltungsreihe im Rahmen der bundesweiten Initiative „Digital Überall“, in Vorarlberg abgewickelt durch die Volkshochschule Bludenz.Ziel der ID Austria-Schulungen ist es, digitale Kompetenzen zu stärken – besonders dort, wo Unsicherheit noch groß ist. 

01 IMG_3939_161136 „Full House“ und großes Interesse im Rathaus war auch bei der bereits dritten ID Austria-Schulung angesagt.

Warum diese Schulung wichtig ist

Die ersten drei Veranstaltungen waren in kürzester Zeit ausgebucht und die Gemeinderätin für Digitalisierung, Eveline Mairer, zeigte sich begeistert vom Zuspruch: „Wir haben anfangs gehofft, dass einige Interessierte kommen. Dass wir dann aber gleich Zusatztermine brauchen, hat uns wirklich überrascht – und natürlich sehr gefreut. Ursprünglich sei die Schulung für Seniorinnen und Senioren im Alter zwischen 60 und 85 Jahre geplant gewesen“, berichtet sie. „Viele dieser Teilnehmenden sagen uns, dass sie sich im digitalen Alltag abgehängt fühlen. Aber wir haben bewusst keine Altersgrenze gesetzt, denn es gibt auch viele Jüngere, die mit der ID Austria noch kämpfen. Genau deshalb ist es uns wichtig, dieses Angebot nach Lustenau zu holen – niederschwellig, verständlich und mit persönlicher Unterstützung. Wer also Unterstützung braucht, ist willkommen.“ 

Digitale Kompetenz heißt mehr als nur Wischen und Klicken

02 IMG_4812-2 Referentin Ester Baldauf-Brunner und Gemeinderätin Eveline Mairer freuen sich über das große Interesse der Schulungen.

Der technische Support vor Ort wird besonders geschätzt. Gemeindemitarbeiter der IT-Abteilung helfen direkt am Handy, prüfen Einstellungen und Versionen und unterstützen beim Einloggen. „Das ist ein Service, den es sonst kaum gibt“, lobt die Referentin Ester Baldauf-Brunner. Die erfahrene Kommunikationstrainerin führt durch die Freitagnachmittage und vermittelt digitale Grundbildung mit viel Praxisbezug. Ihr Zugang ist anschaulich und humorvoll. „Digitale Kompetenz bedeutet nicht nur zu wissen, wo ich am Handy tippen muss“, erklärt sie. „Es geht darum, Anwendungen sinnvoll und verantwortungsvoll zu nutzen. Das ist ähnlich wie beim Kochen. Wenn ich Fleisch scharf anbraten will, lege ich es nicht in eine kalte Pfanne. Genauso ist es mit der Digitalisierung: Man muss zuerst verstehen, was man tut.“

Umfangreiche Wissensvermittlung praktisch veranschaulicht

03 IMG_4840-2 Besonders geschätzt wird der Technik-Support durch die IT-Fachleute der Marktgemeinde.

Im Mittelpunkt steht die ID Austria, das ist die „digitale Identität“ für sichere Behördenwege und Serviceangebote im Internet. Die Teilnehmenden erfahren außerdem, was E-Government bedeutet, wie sie ihre digitale Identität aktivieren und verwalten können und welche Online-Dienste damit verbunden sind. Die Vortragende vermittelt dabei nicht nur Wissen, sondern vor allem auch Sicherheit im Umgang mit digitalen Behördenwegen. „Es geht darum, zu verstehen, wie ich das Handy und Apps beziehungsweise Anwendungen sinnvoll und verantwortungsvoll nutze.“ Dafür werden die Anwendungen auch praktisch gezeigt und vorgeführt.

„Man kann nicht stehenbleiben“

04 IMG_E4830 Eva Alge freut sich, die Möglichkeiten mit ID-Austria jetzt ausprobieren zu können.

Wie wertvoll dieses Schulungsangebot ist, bestätigen auch die Teilnehmenden. Eva Alge besuchte die Schulung anfangs mit Respekt und ging mit neuem Selbstvertrauen nach Hause. „Mir hat es sehr gut gefallen. In einem bestimmten Alter muss man einfach wissen, was läuft“, erzählt sie. „Wenn man immer sagt, das brauche ich nicht, dann stimmt das nicht.“ Besonders wichtig sei für sie gewesen, die Angst vor der Technik zu verlieren: „Die Hemmschwelle ist kleiner geworden. Man muss es einfach probieren.“
Martha Sperger-Mathis sieht die Digitalisierung ebenfalls als Realität, der man sich stellen müsse: „Es läuft immer mehr in diese Richtung – Finanzamt, Pensionsdaten, Behördenwege. Auch, wenn ich mich selbst überhaupt nicht als digital bezeichnen würde, bin ich hergekommen, um eine kompakte Grundinformation zum Thema ID-Austria zu bekommen.“ Ihr Fazit: „Für Menschen, die noch unsicher sind, ist diese Veranstaltung absolut empfehlenswert.“

Warum sich der letzte Termin am 20. März lohnt

Die bisherigen Veranstaltungen waren restlos ausgebucht und die Rückmeldungen zeigen, wie groß der Nutzen ist. Wer noch unsicher ist, ob die ID‑Austria kompliziert oder riskant ist, bekommt hier verständliche Erklärungen, praktische Hilfe und die Möglichkeit, direkt am eigenen Gerät zu üben. 
Am Freitag, 20. März, gibt es die vorerst letzte Chance, im Rathaus Lustenau in der Zeit von 14 Uhr bis 16.30 Uhr an einer ID Austria-Schulung teilzunehmen. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich und online unter informatik@lustenau.at oder unter der Telefonnummer 05577 8181 2300 möglich.