Erfolgreiches Fußball.Kult.ur Plus-Projekt 23. September 2020
Die Offene Jugendarbeit Lustenau führte gemeinsam mit dem FC Lustenau in den letzten drei Monaten ein besonderes Projekt mit Fußballspielerinnen und -spielern im Zeichen der Gewaltprävention durch.
Roman Zöhrer, der Geschäftsführer vom CFY zieht eine positive Bilanz: „Die Veranstaltungsreihe ist einzigartig in Österreich. Hier wurde den jungen Fußballspielerinnen und –spielern Raum gegeben, sich auszudrücken und auf kreative Weise Vorurteile abzubauen. Man setzte sich mit dem Thema Gewalt und Mobbing auseinander. Das große Ziel war es, neue positive Handlungsalternativen und Lösungsansätze zu festigen. Gerade die Offene Jugendarbeit Lustenau hat bei verschiedenen, teils preisgekrönten Projekten gezeigt, dass Gewaltprävention zu überaus erfreulichen und nachhaltigen Resultaten führte. Bei Fußball.Kult.ur Plus haben wir in Workshops zu verschiedenen Themen, zB Graffiti und Zivilcourage diverse Schwerpunkte gesetzt.
Konfliktpotenzial in der Fanszene
Bei diesen unterschiedlichen Aktionen wurde spielerisch ein Bewusstsein geschafft, das in jugendlicher Art auf den Abbau von Aggressionen und Konfliktpotenzial innerhalb der Spielerinnen und Spieler und der Fanszene abzielte. Durch die vorurteilsfreie Auseinandersetzung mit dem Thema Fußball, Gewalt in allen Formen sowie Fanverständnis wurde das Verhalten einer positiven Fanszene in und außerhalb des Stadions bewusst reflektiert. Hier wurde auch wie bei der Mobilen Jugendarbeit ein großer Wert darauf gelegt, die Lebenswelten der Jugendlichen miteinzubeziehen.
Mädchen stärken
Ein weiterer wesentlicher und wichtiger Baustein dieser Veranstaltungsreihe war die Arbeit mit den Mädchen. Diese konnten in der männlich dominierten Sportart Fußball frei von Geschlechterrollen ihre Erlebnisse in Bezug auf Gewalt, Ausgrenzungen und Mobbing reflektieren. „Das Ziel war es, das Erlernte gestärkt nach außen zu zeigen. Wichtig war es uns, dass die Mädchen ihre Bedürfnisse und Talente selbstbewusst einfordern konnten“, so Michaela Bily, Leiterin des Mädchencafès. Fußball.Kult.ur Plus wird von der Marktgemeinde Lustenau, dem Land Vorarlberg (Sozialfonds) sowie der koje Vorarlberg unterstützt.