Feldhotel: Musikkabarett und andere Entdeckungen 24. Juli 2014
Kommenden Samstagabend geben Martin Oswald und die Mehlprimeln ein Gastspiel im Feldhotel und präsentieren mit Leidenschaft ihr messerscharfes und poetisches Musikkabarett. Am Sonntagvormittag wird spaziert und gepicknickt ondro Böm. Dienstags sind Naturfreunde auf eine Enteckungsreise in den Lust.Garten und zur Diskussion ins Feldhotel geladen.
Kabarettistische Lesung
Wenn irgendwo die Birne schwingt, bleibt nicht viel übrig. Und das, was übrig bleibt, nimmt Martin Oswald kräftig aufs Korn. Dazu spielt der Barde und Kabarettpoet Reiner Panitz vom Musikkabarett „Mehlprimeln“ mal Deftiges, mal Lyrisches. Panitz ist seit über 40 Jahren auf den deutschsprachigen Kleinkunstbühnen unterwegs und bei zahlreichen Veranstaltungen in Rundfunk und TV vertreten. Der Satiriker, Kunstprofessor und Architekturkritiker Martin Oswald, Hausautor der Mehlprimeln, bietet in seinem Programm „Ein Abriss – wenn Steine reden könnten“ eine kabarettistische Lesung voller bitterböser Betrachtungen zu Alltäglichem und Abwegigem in Architektur und Lebensraumgestaltung.
Spaziergang und Picknick am Sonntag
Der Verein Bodenfreiheit veranstaltet für Mitglieder, FreundInnen, SympathisantInnen und Familien ein Picknick beim Feldhotel. Man sitzt gemeinsam am Boden und teilt das mitgebrachte Essen. Jede/r bringt eine Picknickdecke, Teller, Tassen und Besteck mit, und natürlich Essen, wer möchte auch Kaffee in der Thermoskanne. Es gibt die Möglichkeit, kalte Getränke im Feldhotel zu erwerben. Gerne dürfen auch Spiele und Instrumente mit ins Gepäck, Platz ist für alles genug vorhanden. Kommen Sie mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Das Bodenessen sowie das gesamte Programm finden bei jeder Witterung statt, bei Regen gibt es einen geschützten Raum vor Ort, das Feldhotel. „Wir freuen uns auf einen tollen gemeinsamen Ausflug. Bringt Familien, Kinder und Freunde mit. Wir zeigen, was auf freien Flächen möglich ist.“ Beim Bildungsspaziergang durch Lustenau mit Rudi Alge begibt man sich auf eine abenteuerliche Reise zu den Anfängen einer Zersiedlung, den Resten der Grünzonen und dem Verlust an Freiräumen. Den musikalischen Ausklang macht der Liederkranz Frohsinn wieder im Feldhotel.
Entdeckungen im Lust.Garten am Dienstag
Am Dienstag, den 29. Juli, ab 15.00 Uhr geht es vom Feldhotel in mehreren Stationen unter dem Motto „Was lebt denn da?“ auf Entdeckungsreise zum Lust.Garten am Pfarrweg: Es werden Bienen beobachtet und mit dem Mikroskop Bodenlebewesen untersucht. Es wird geraten und gesucht, gelesen und geschrieben, gemalt und gespielt, gesät und gepflanzt, geerntet und gekocht! Wer so viel erlebt, muss natürlich auch essen und trinken. Deshalb gibt es eine Verkostung des Selbstgekochten und eine bunte Jause mit Saft, Kaffee und Kuchen! Familiennachmittag mit Jause, findet bei jedem Wetter statt.
Tango en punta am Donnerstag
“In unserem Unterricht für Menschen mit Down-Syndrom haben wir die Essenz des Tangos kennengelernt”. Tango ist für die beiden Tango Lehrer Andrea Seewald und Matías Haber (Vorarlberg-Wien-Uruguay) der Ursprung der Kontaktimprovisation. Die erste Begegnung mit einem anderen Menschen. „Es geht darum, den Anderen in seinem ursprünglichen Sein wahrzunehmen und sich gemeinsam im Rhythmus der Musik zu finden. Im Feldhotel bieten wir zwei Milongas mit Inklusion an.“ Die „in-Milonga“ ist ein Ort der Begegnung. Tangoprofis, Menschen mit Behinderung und TangoliebhaberInnen finden sich gemeinsam in einer Umarmung.
Er, ein Opernsänger, der die letzten 9 Jahre in Wien gesungen hat. Geboren in Uruguay und viele Jahre in Buenos Aires lebend, hat er seine Tenorkarriere immer mit Tango verbunden. Viele Nächte verbrachte er in der Milonga und nahm Klassen mit den besten “Tangueros”, seine Freundin, Andrea Seewald alias “Tinkerbell”, eingeschlossen. Sie, Österreicherin, zeitgenössische Tänzerin, die ihre Ausbildung in Wien absolvierte. Neben ihrem Bewegungsdrang liebt sie seit jeher die Schauspielerei und den Gesang. Also nahm sie Unterricht mit dem besten Gesangslehrer in der Stadt: Matías Haber