Gemeinschaftsgrab am Gemeindefriedhof Hasenfeld errichtet 27. Juni 2018

Auf dem Lustenauer Gemeindefriedhof im Hasenfeld wurde jetzt ein kommunales Gemeinschaftsgrab errichtet. Die schöne Anlage mit einer Skulptur aus weißem Marmor wurde vom Lustenauer Steinmetzmeisterbetrieb Loacker gestaltet.

Gruppenbild Gemeinschaftsgrab Der Leiter des Bürgerservice, Jürgen Peter, Gemeinderat Martin Fitz, Markus Kadinger vom Hochbauamt, Steinmetzmeister Raimund Loacker und Bürgermeister Kurt Fischer beim Lokalaugenschein.

Der Lustenauer Gemeindefriedhof umfasst rund 800 Gräber, von der Anzahl her ist er so groß wie der Friedhof St. Peter und Paul. Der Rheindorfer Friedhof umfasst rund 1100 Gräber.

Drei Granitplatten und eine Marmorskulptur

Gemeinschaftsgrab Hasenfeld Am Gemeindefriedhof Hasenfeld wurde ein Gemeinschaftsgrab errichtet.

Im zentralen Bereich des Gemeindefriedhofs im Hasenfeld wurde in den vergangenen Wochen das neue Gemeinschaftsgrab angelegt: Drei Steinplatten aus poliertem Impala-Granit, auf denen die Namen der Verstorbenen eingraviert werden, flankieren eine Skulptur aus weißem Laaser Marmor. Angefertigt wurde die Anlage von Markus Andrej vom Lustenauer Steinmetzmeisterbetrieb Loacker. Firmenchef Raimund Loacker beschreibt das Werk: „Beim Entwurf wurde besonderes Augenmerk auf eine würdevolle und künstlerische Gestaltung gelegt. Die helle Skulptur bildet einen spannenden Kontrast zum dunklen Granit und steht sinnbildlich für das Werden, Sein und Vergehen des Menschen.Das Werk soll möglichst viel Individualität und Einzigartigkeit ausdrücken.“ Edel reduziert ist die Bepflanzung in zwei Betonschalen vor den Gräbern.

Würdige letzte Ruhestätte

Gemeinschaftsgrab

Die Grabpflege am Gemeinschaftsgrab erfolgt rein durch die Gemeinde, es entstehen keine weiteren Kosten. Die Blumen werden der Saison entsprechend bepflanzt, gegossen und gepflegt. „Viele Menschen machen sich Gedanken, wer sich später einmal um ihr Grab kümmern wird. Oft wohnen die Hinterbliebenen nicht mehr in Lustenau und können sich nicht selber um eine stete Grabpflege kümmern. Oder man möchte seinen Kindern die Arbeit abnehmen und trotzdem sicher sein, dass man ein gepflegtes Grab hat“, schildert Standesbeamte Jürgen Peter die Beweggründe für das Errichten eines Gemeinschaftsgrabes. „Wir hatten deswegen immer wieder Anfragen.“ Die Kosten für das Gemeinschaftsgrab inklusive Grabpflege liegen bei rund 600 Euro, hinzu kommt noch der Preis für die Gravur des Namens (ca 20 Euro pro Buchstabe). Der Tarif für das Gemeinschaftsgrab wird von der Gemeindevertretung in ihrer kommenden Sitzung am 28. Juni beschlossen.

„Hier wurde eine würdige letzte Ruhestätte an einem der schönsten Plätze auf dem Lustenauer Gemeindefriedhof geschaffen, die alle Lustenauer Bürgerinnen und Bürger in Anspruch nehmen können. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten für die reibungslose Zusammenarbeit und das ansprechende Werk.“

- Gemeinderat Martin Fitz

Friedhofskultur ändert sich

„Die Friedhofskultur hat sich geändert: Immer mehr Menschen lassen sich nach ihrem Tod verbrennen und in einer Urne beisetzen. Immer mehr Menschen haben keine große Familie im Hintergrund oder wollen ihre Kinder nicht mit der Grabpflege belasten. Auch wohnen in Zeiten der weltweiten Mobilität die Hinterbliebenen vielfach nicht mehr in Lustenau. „Trotzdem wünschen sich die Menschen ein gepflegtes, würdiges Grab“, sagt Jürgen Peter, „hier ist das Gemeinschaftsgrab eine neue Alternative zum bestehenden Urnen-Reihengrab am Gemeindefriedhof.“

Steinmetz Steinmetz Markus Andrej legt letzte Hand an sein Werk.