Gewaltpräventionsworkshops an Schulen 18. Dezember 2017

Jugendarbeit trifft Schule

Die Offene Jugendarbeit Lustenau veranstaltete im Jahr 2017 insgesamt 21 Gewaltpräventionsworkshops im Rahmen ihres Projektes „Jugendarbeit trifft Schule“. Rund 500 SchülerInnen aus allen drei Lustenauer Mittelschulen sowie dem Bundesgymnasium Lustenau nahmen an den Workshops teil. Dabei setzten sie sich anhand unterschiedlicher Methoden mit dem Thema „Mobbing und Gewalt“ auseinander.

Gewalt umfasst mehr als nur Schläge

Anhand eines Programmkatalogs, in dem drei verschiedene Workshops beschrieben wurden, suchten die LehrerInnen und SchulsozialarbeiterInnen den auf die Klasse passenden Workshop aus. Dabei war es möglich, den Inhalt an das Thema, das die Klasse betraf, anzupassen. „Nicht nur Faustschlag ist Gewalt, sondern auch eine bedrohliche Haltung oder böse und beleidigende Worte können wehtun“, betont Kerstin Hofer, Sozialarbeiterin der Offenen Jugendarbeit Lustenau.

Genau dieses Gespür konnten die jungen Menschen mittels verschiedenen sozialpädagogischen Methoden entwickeln. Spielerisch lernten die Jugendlichen die Formen von Gewalt kennen und erfuhren die Gründe, Abläufe und Folgen von Mobbingprozessen. Das Kennenlernen untereinander sowie Gemeinsamkeiten entdecken waren ebenfalls Schwerpunkte der Workshops. „Wenn sich SchülerInnen untereinander gut kennen, ist das eine Basis, dem Thema „Mobbing und Gewalt“ die rote Karte zu zeigen“, berichtet Jugendarbeiter Kenneth Auer.

Großes Interesse

Die Worskhops werden von der Offenen Jugendarbeit kostenlos angeboten und stoßen auf großen Anklang. „Die durchaus positiven Rückmeldungen seitens der Schule sowie der SchülerInnen zeigten, wie wichtig diese Kooperation der Offenen Jugendarbeit Lustenau mit den Schulen ist“, erklärt Roman Zöhrer, Geschäftsführer der OJA Lustenau. Im nächsten Jahr soll ein weiterer Schwerpunkt gegen Cyber-Mobbing gesetzt werden.