Haberl baut mit Baumschlager/Eberle im Zentrum Lustenaus 9. März 2018

Die Zentrumsgestaltung nimmt eine weitere Etappe: Zwischen dem Restaurant Freigeist und dem Oskar-Alge-Haus (vis-à-vis) wird nach den Plänen von Baumschlager/Eberle ein neues Gebäude mit Gastronomie, Geschäftsflächen und Wohnungen errichtet. Mit einem einstimmigen Beschluss hat die Gemeindevertretung am Donnerstag, den 8. März dafür den Verkauf an die Lustenauer Haberl Baugesellschaft besiegelt.

Gewaechshaus Lukas Haemmerle 46 Gelungener Lückenschluss: Der Platzhalter Gewächshaus weicht dem neuen Gebäude im Zentrum und findet am Gutshof Heidensand wieder Verwendung.

Was lange währt, wird endlich gut: Die Gemeinde wollte die in ihrem Eigentum befindliche Fläche (ehemalige BuLu) schon seit einigen Jahren bebauen. Im Herbst 2013 wurde dafür auch ein Architekturwettbewerb durchgeführt. Das Siegerprojekt von Baumschlager/Eberle wurde jedoch aufgrund von Problemen mit Abstandsflächen zu den Nachbargrundstücken nicht umgesetzt. In der Zwischenzeit wurde für das Zentrum Lustenaus ein Baubauungsplan verordnet und die Lustenauer Haberl Bau engagierte sich für eine Umsetzung des Siegerprojekts. Nach Adaptierungen des Entwurfs in Richtung Nachbargrundstücke und mit dem neuen Bebauungsplan steht nun einer Realisierung nichts mehr im Wege: Nach den Behördenverfahren soll noch heuer im Herbst der Spatenstich für das Gebäude gesetzt werden.

Elegante, zurückhaltende Architektur

Ulli Grassmann und Helmut Haberl Architekt Ulli Grassmann (Baumschlager/Eberle) und Bauunternehmer Helmut Haberl präsentierten das neue Zentrumsgebäude.

Der leitende Architekt Ulli Grassmann von Baumschlager/Eberle und Bauunternehmer Helmut Haberl präsentierten bei der Gemeindevertretungssitzung ausführlich das Projekt. „Das dreigeschossige Gebäude wird Lustenaus Zentrum weiter beleben und die Lücke, die mit dem temporären „Gewächshaus“ als Zwischenlösung gefüllt worden war, gelungen schließen“, betont Bürgermeister Kurt Fischer. „Der Bau selber hält sich architektonisch dezent zurück und wird sich durch Höhe, Abstufungen und traditionelle Materialien der Außenhaut in die bestehenden Gebäude gut einfügen“, so Architekt Ulli Grassmann in seinen Ausführungen.

Öffentliche Nutzung im EG durch Gastronomie oder Geschäft

Rendering Raiffeisenstraße An der Raiffeisenstraße wird ein Gebäude mit Gastronomie oder Geschäft, Arztpraxis und Wohnungen errichtet.

Im Erdgeschoss gibt es Platz für ein Gastronomielokal oder eine Handelsfläche, im 1. Obergeschoss ist eine Arztpraxis vorgesehen und im zweiten Obergeschoss entstehen zwei Wohnungen. Wichtig ist den Errichtern und der Gemeinde auch die Gestaltung des Außenraums: Sie bezieht die umliegenden Außenflächen und Wege mit ein und schafft so ein Quartiersambiente. Hin zur Raiffeisenstraße wird eine öffentliche Vorzone geschaffen. Das Projekt wird von der Gemeindevetretung einhellig als wichtige Bereicherung im Zentrum angesehen, so das Fazit aus der Sitzung. Bürgermeister Kurt Fischer konnte sich über eine einstimmige Beschlussfassung zu diesem Projekt freuen.