HAK: Springkrautaktion im Streueried 29. Juni 2022

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Am 14. Juni stürzten sich 16 Schüler:innen der 1ck Klasse der HAK mit ihren Lehrer:innen Christine Feuerstein und Michael Bachmann unter Anleitung von „Neophytenjäger“ Gerhard Vinatzer und Alpenvereins-Jugendleiter Horst Huber mit Handschuhen ausgestattet auf eine wuchernde Problempflanze - das rosarot blühende Drüsige Springkraut. Durch die vielen fleißigen Helfer:innen wurden unzählige Stängel des Springkrauts ausgerissen und damit anderen Riedgewächsen Platz geschaffen.
 
Unter „invasiven Neophyten“ versteht man gebietsfremde Pflanzenarten, die durch ihr massenhaftes Auftreten konkurrenzschwächere heimische Pflanzen verdrängen und flächendeckende Bestände bilden können, die nicht mehr wegzubekommen sind. Zu den Problemarten zählen in erster Linie der gesundheitsgefährdende Riesen-Bärenklau, der ausläuferbildende Japanknöterich, die gelbblühende Kanadische Goldrute und eben das Drüsige Springkraut.

Neophytenbekämpfung in Lustenau

foto2_20220614_094232_hak_springkrautaktion Fleißige Hände lassen den Springkrauthaufen wachsen.

„Die Marktgemeinde Lustenau bemüht sich seit Jahren durch Bevölkerungsaufklärung und aktive Bekämpfung auf öffentlichen Flächen, diese Problempflanzen unter Kontrolle zu halten, um nach dem Prinzip ‚Wehret den Anfängen‘ größeren Schaden vom Gemeindegebiet fernzuhalten. Beim Drüsigen Springkraut geht dies deshalb am leichtesten, weil es als einjährige Pflanze nicht nachwächst, sondern sich nur aus Samen neu entwickeln kann. Wird der fleischige Stängel rechtzeitig vor der Blüte und Samenbildung ausgerissen, können andere Riedgewächse seinen Platz einnehmen und die Springkrautsamen haben im Folgejahr weniger Chancen, sich erfolgreich zu entwickeln, wie wir bei Vorjahresflächen erfreulicherweise feststellen konnten“, erklärt Rudi Alge aus dem Umweltreferat der Gemeinde.

Erfolgreiche Aktion mit der HAK am Streueriedgraben

foto3_20220614_104558_hak_springkrautaktion Gemeinsam macht das Arbeiten Spaß!

Nach der erfolgreichen „Zupfaktion“ im Vorjahr trat heuer ein neues, von ihren Lehrern frisch motiviertes Team von Jugendlichen zur Bekämpfungsaktion entlang des Streueriedgrabens an. Nach dreistündigem, erfolgreichem Einsatz freuten sich die Naturschützer:innen und ihre Betreuer:innen über die vom Umweltreferat der Gemeinde zur Verfügung gestellte Jause.