Integra lud Partner und Förderer zum Erntedankfest 12. Oktober 2016

Erntedank im Heidensand

Seit heuer führt die Integra am Lustenauer Gemeindegutshof Heidensand ihr Projekt „Soziale Landwirtschaft“. Menschen, die lange Zeit auf Arbeitssuche sind, erhalten mit der Arbeit in der Natur wieder eine sinnvolle Tagesstruktur und Unterstützung für die Wiedereingliederung am Arbeitsmarkt. Vor kurzem waren Partner aus der Wirtschaft zum Erntedankfest auf den Gutshof geladen.

Persönlichkeiten im Heidensand Integra-Geschäftsführer und Künstler Alexander Waltner.

Intega Geschäftsführer Stefan Koch begrüßte die Gäste: „Menschen, die lange Zeit auf Arbeitsuche sind, brauchen Unterstützung, um am Arbeitsmarkt und im Leben wieder Fuß fassen zu können. Durch die Tätigkeiten in der sozialen Landwirtschaft verbessern sich deren Chancen deutlich. Den Erfolg macht die Mischung von Arbeiten, Lernen und persönlicher Auseinandersetzung aus. Die Realisierung dieser Vision ist nur mit einem starken Netzwerk, Fördergebern, Kunden und Lieferanten möglich. Wir wollten euch für Euer Engagement danken.“

Abseits der alltäglichen Geschäftsbeziehungen und in gemütlicher Atmosphäre konnte man hinter die Kulissen des Integrationsunternehmens blicken.

Abgerundet wurde das Programm mit einer Führung durch die Dramagalerie des Vorarlberger Künstlers Alexander Waltner, die derzeit unter dem Motto „Kultur am Hof“ in der ehemaligen Reithalle ausgestellt ist. Mit Speis, Trank und Ohrenschmaus vom Duo Bartlis klang der Abend im Heidensand gemütlich aus.

Natur ist der Lehrmeister

In der sozialen Landwirtschaft arbeiten immer rund 24 langzeitarbeitssuchende Menschen für einige Monate mit vier ArbeitsanleiterInnen vor Ort.

Die sinnvolle Beschäftigung in der Natur tut den Menschen dort gut. „Hier ist die Natur die Lehrmeisterin. Die Arbeit am Feld ist ein wohltuender Gegenpol zur technisierten Welt. Die Arbeit ist heilsam und steigert das Wohlbefinden der Menschen hier“, beschreibt Teamleiterin Birgit Sargant das Projekt. Die Integra baut Gemüse und Kräuter an, die dann selber veredelt werden.

Ab-Hof-Verkauf

Seit kurzem gibt es auch einen Ab-Hof-Verkauf der hergestellten Produkte. Birgit Sargant: „Unser Hofladen ist das Feld. Der Verkaufstand befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Garten. Der Kunde darf den Garten besichtigen, teilweise wird gemeinsam geerntet und gepflückt. Unsere Fachleute beraten dabei gerne. Echter und frischer geht es nicht.“

Die Verkaufszeiten sind von Montag bis Donnerstag von 8.00 bis 17.00 Uhr.

Gutshof versorgte einst Lustenauer Senioren und bot Arbeitsplätze

Neues Kulturland am Heidensand Die Gemeinde errichtete in den 20-er Jahren den Gemeindegutshof Heidensand zur Versorgung der alten Menschen im sogenannten „Versorgungsheim“. (Foto historisches Archiv)

Der Gemeindegutshof wurde in den 1920er-Jahren errichtet, als auch das sogenannte „Versorgungsheim“ an der Schützengartenstraße gebaut wurde.

Die Gemeinde ließ damals große Flächen Auwald am Alten Rhein roden und urbar machen. Der neue Gutshof Heidensand versorgte die Heim-Bewohner mit Lebensmitteln, bot den Lustenauern Arbeitsplätze und sollte in der Art der Bewirtschaftung Vorbild für andere Höfe sein.

23 Hektar werden von Lustenauer Landwirten bewirtschaftet

Heidensand In der sozialen Landwirtschaft der Integra ist die Natur die Lehrmeisterin.

„Die großen zusammenhängenden Grün- und Ackerflächen am Gutshof haben hervorragende Bodeneigenschaften“, erläutert Bürgermeister Kurt Fischer. Für den Gemeinnutzen sind rund 7 Hektar Fläche bestimmt, 1 Hektar davon bewirtschaftet Integra, die restlichen 23 Hektar sind an zwei Lustenauer Landwirte verpachtet:

Seit einigen Jahren wird vom Vetterhof hier das Bio-Gemüse für die beliebte Gemüsekiste für mehr als tausend Haushalte und Betriebe in der Region angebaut. Die Obstanlage bewirtschaftet der Lustenauer Landwirt Werner Alge.