News Rhesi, Vergaben für Campus Rotkreuz und S18 17. September 2021

Bild quer statt Factbox

Diese drei wichtigen Themen standen im Fokus der letzten Gemeindevertretungssitzung, die am Donnerstag, den 16. September, im Feuerwehrhaus tagte. Die Sitzung konnte via Live-Stream verfolgt werden und kann auf www.lustenau.at/gemeindevertretung nachgesehen werden.

Foto2 Markus Maehr Rhesi-Projektleiter Markus Mähr präsentierte der Gemeindevertretung den aktuellen Planungsstand.

Der Haupttagesordnungspunkt war dem Hochwasserschutzprojekt Rhesi gewidmet. Rhesi-Gesamtprojektleiter Markus Mähr präsentierte der Gemeindevertretung den aktuellen Planungsstand mit Fokus auf Lustenau. Vor dem geplanten Baustart 2026 muss das Milliardenbauprojekt von den beiden Bundesregierungen Österreich und Schweiz über einen Staatsvertrag ausverhandelt und die Behördenverfahren dazu genehmigt werden. Die Bauzeit wird auf 20 Jahre geschätzt. Der Abschnitt Lustenau soll im Jahr 4 – 11 nach Baubeginn, also zwischen 2030 und 2037, gebaut werden. Die 36 Mandatarinnen und Mandatare nahmen die Genehmigungsplanung auf gemeinsame Empfehlung von Planungs-, Tiefbau- und Mobilitätsausschuss einstimmig zur Kenntnis und ersucht die IRR um zügige Realisierung des Projekts.

Vergaben Campus Rotkreuz

Foto1 Campus RK_Luftaufnahme_Abbruch fertig Bei der Gemeindevertretungssitzung wurden weitere Vergaben für den Campus Rotkreuz beschlossen.

Am 8. Oktober findet der offizielle Spatenstich zu Lustenaus größtem Hochbauprojekt statt, dem Campus Rotkreuz. Er beherbergt Volksschule, Kindergarten, Sonderpädagogisches Zentrum, eine Elternberatung, Ganztagsbetreuungsangebot, Doppelturnhalle und eine innovative Produktionsküche für regionales, gesundes Essen in Lustenaus Kindergärten und Schulen. Das Quartier umfasst auch einen Generationenpark beim benachbarten Betreuten Wohnen, einen Fuß- und Radweg und eine Begegnungszone. Läuft der Bau nach Plan, soll der Campus in den Semesterferien 2025 bezugsfertig sein. Auf der Gemeindevertretungssitzung wurden weitere drei Vergaben beschlossen. Den Zuschlag für Elektroinstallationen und Blitzschutz erhielt die Firma Rist & Co aus Wolfurt zum Nettopreis von 1,772.419,60 Euro. Die Vergabe der lufttechnischen Anlagen ging an die Firma Dorf-Installationstechnik aus Götzis, zum Nettopreis von 794.639,77 Euro. Bei der Vergabe der Heizungs-, Kälte- und Sanitärinstallationen erhielt die Dornbirner Firma Berchtold Installationen den Zuschlag, zum Nettopreis von 1.264.204,29 Euro.

Grundlagen für Trassenentscheidung Z/CP auf den Tisch

Foto 3 CP Begehung_©Lukas Hämmerle (21) Die CP-Variante soll am östlichen Siedlungsrand von Lustenau als vierspurige Schnellstraße geführt werden: Die Gemeindevertretung fordert die ASFINAG und Ministerin Gewessler auf, Lustenau die Unterlagen für die Trassenentscheidung vollinhaltlich zur Verfügung zu stellen.

Eine emotionale Debatte entfachte einmal mehr das Thema S18. Vizebürgermeister Daniel Steinhofer von der ÖVP forderte in seinem Antrag von der Ministerin Leonore Gewessler und der ASFINAG die Herausgabe von detaillierten Unterlagen für die Trassenentscheidung. Knapp ein Jahr nach dem überraschenden Aus für die priorisierte Z-Variante lägen immer noch keine detaillierten Entscheidungsgrundlagen vor. Bürgermeister Kurt Fischer ließ den schon über 13 Jahre dauernden Planungsprozess Mobil im Rheintal (MIR) Revue passieren, dieser sei immer transparent gewesen. Entscheidende Unterlagen wie zB die Machbarkeitsstudie „Naturschutz“ von Wolfgang Suske oder den Umweltbericht für die Strategische Prüfung Verkehr habe man stes dem Regionalforum zur Verfügung gestellt und gemeinsam diskutiert. Von der Trassenentscheidung hingegen habe man als hauptbetroffene Gemeinde durch die Medien erfahren und bis heute seien keine Unterlagen dazu geliefert worden. „Es bleibt die Frage, warum man sich nicht für die Variante entschieden hat, die deutlicher weniger Boden verbraucht und durch die Schließung der L41, L42 und der Hofsteigstraße für den motorisierten Verkehr das Ried als zusammenhängenden Natur- und Erholungsraum erhält. Warum die Ostumfahrung, die Variante, die unsere Bevölkerung trennt und polarisiert, die einen unglaublichen Bodenverbrauch hat und Ängste erzeugt, dass Lustenau vom Naherholungsraum Ried abgeschnitten werden könnte?“ so der Bürgermeister. Die anderen Fraktionen unterstützten den Antrag, - man sei für Transparenz, - er wurde einhellig angenommen.