Mehr Naturvielfalt für Lustenau 30. Juli 2013

uferabflachung

Als eine von bereits 29 Naturvielfalt-Gemeinden reiht sich Lustenau seit Anfang des Jahres in das Landesprogramm „Naturvielfalt in der Gemeinde“ ein. Abwechslungsreiche Blumenwiesen an Straßenrändern und Verkehrsflächen sind ein Beispiel, wie die Vielfalt an Pflanzen und Tieren erhöht werden kann. Nach einer Fahrradexkursion ins Ried und einigen Besprechungen liegt nun ein Zwischenbericht mit 10 konkreten Maßnahmenvorschlägen vor.

Beratung und Unterstützung durch Land Vorarlberg

Das Land Vorarlberg bietet Gemeinden im Rahmen des Programms „Naturvielfalt in der Gemeinde“ Beratung und Unterstützung bei der Entwicklung und Umsetzung von Projekten zur Förderung der Naturvielfalt an. 

Nach Bildung eines Naturvielfalt-Teams mit VertreterInnen der Gemeinde und einigen externen Umweltinteressierten wurde als Hauptziel die Aufwertung des Lustenauer Riedes formuliert. Das „Lustenauer Ried“ ist eine mehr oder weniger intensiv bewirtschaftete Landschaft, die von Naturschutzgebieten wie dem Dornbirner Ried im Osten, dem Auer und Lauteracher Ried im Norden sowie dem „Gsieg“ im Süden umgeben ist. Es kommt ihm eine hohe landwirtschaftliche, ökologische und Erholungsbedeutung zu.

Landschaftlichen Wert des Riedes sichtbar machen

Als erste Maßnahme zur Verbesserung der Naturvielfalt schlägt das Naturvielfalt-Team eine Sichtbarmachung des landschaftlichen Wertes des Riedes vor, indem der Blick auf vorhandene Natur- und Erlebniswerte geschärft wird. Für diese Bewusstseinsbildung wird vorgeschlagen, 10 ausgesuchte Riedzugänge mittels „Riedportalen“ besonders hervorzuheben und zu kennzeichnen.

"Riedportale"

1. Hofsteigplatz:
Gewässerinfo und -gestaltung beim „Elektrarhus“ mit Aufweitung des Grindelkanals.
2. Neunerbrücke Hofsteigstraße:
Bis zum Bau der neuen Neunerbrücke vor wenigen Jahren stand hier ein markanter Eichenbaum als Wächter zwischen Siedlungsrand und Ried. Hier kann ein neues Baumportal mit 2 Eichen errichtet werden.
3. Spielplatz Streueried:
Vor dem Spielplatz wurde bereits eine Eiche gepflanzt. Vis a vis kann durch einen zweiten Baum ein echtes „Riedportal“ entstehen. Der Kinderspielplatz und der Jugend-Fußballplatz können durch einen Weidentunnel oder ein Labyrinth miteinander verbunden werden.
4. Streueriedbrücke:
Die Brücke über den Neuner wird 2014/15 neu gebaut, wobei neben der Brückengestaltung auch die Aufenthaltsqualität in der unmittelbaren Umgebung mit Zugang zum Wasser beachtetet werden soll.
5. Heuriedbrücke:
Eingangsportal mit Blick Richtung Gleggen auf die Kernzone des Dornbirner Riedes. Portalwirkung durch Aufstellen einer Infotafel am Anfang des Natura 2000-Gebietes.
6. Mühlgraben / Eichele:
Aufenthaltspunkt / Rastplatz am Anfang des jetzigen Wiesenweges zum „Birkenseele“ im Zuge der Landesradwegeplanung. Pflanzung einer Vogelschutz- und Wildhecke entlang des offenen Drainagegrabens östlich der Eichelebrücke.
7. Feldkreuzpark:
Naschhecke entlang des Spazierweges riedseitig des Spielplatzes.
8. Neunerbrücke Glaserweg:
Gut zugänglicher, ortsnaher Aktionsplatz für temporäre Objekte
9. Heitere / Ochsenvorach:
Große Weidenbäume so lange wie möglich erhalten.
10. Widnauer Straße:
Portal zum südlichen Schweizer Ried: Zwei neue Weidenbäume bilden ein sichtbares Weidentor mit Bezug zum Gemeindenamen „Widnau“.