Millennium Park Süd: 30 Tonnen für sauberes Regenwasser 1. Oktober 2026

Spektakulär schwebte letzte Woche für kurze Zeit ein 30 Tonnen schwerer Betonkoloss am Kranhaken über der Baustelle im Millennium Park Süd. Der sogenannte „Lamellenklärer“ ist ein wichtiger Baustein im Zuge der infrastrukturellen Erschließungsarbeiten des Betriebsgebietes, die bis Ende des Jahres weitestgehend abgeschlossen sein sollen. 

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Behandlung von Oberflächenwasser

Der Lamellenklärer ist ein rund 3,1 Meter hohes, 4 Meter langes und 2,4 Meter breites Betonbecken, das über schräg gestellte Lamellen die Fließgeschwindigkeit des Wassers reduziert und vorreinigt. „Denn Regenwasser, das von stärker befahrenen Straßen und Betriebsflächen abläuft, kann Schmutzpartikel und andere Verunreinigungen enthalten. Im Lamellenklärer werden diese zurückgehalten, das gereinigte Wasser kann anschließend kontrolliert weitergeleitet werden“, erklärt Tiefbauleiter Nicholas Hofer. Der jetzt eingebaute Schacht kann mit bis zu 133 Litern Wasser pro Sekunde beschickt werden. Außerdem wird ein rund 75 Meter langer Stauraumkanal bis zu 22 Kubikmeter Wasser speichern können. Er dient als Puffer für die Entwässerung und trägt dazu bei, dass Niederschlagswasser kontrolliert abgeführt werden kann.

Millennium Park Süd auf rund 22.000 Quadratmetern

IMG_9495 Passgenau konnte der "Lamellenklärer" in die Grube eingehoben werden.

Der Lamellenklärer ist allerdings nur ein kleiner – wenn auch spektakulärer – Teil eines wesentlich größeren Projekts. Auf rund 22.000 Quadratmetern entsteht im Millennium Park Süd ein neu erschlossenes Betriebsgebiet, in dem künftig weitere Unternehmen und Betriebe angesiedelt werden können. Die Tiefbauarbeiten schreiten zügig voran. „Wir haben bereits die Anschlüsse an den bestehenden Regenwasserkanal hergestellt und von der Dornbirner Straße her die ersten Wasserleitungen verlegt“, berichtet Thomas Ott, Projektleiter Tiefbau bei der Firma Wilhelm+Mayer Bau. „Dazu kommen bereits Leerrohre für Strom und LWL. Derzeit entstehen die Schmutz- und Regenwasserleitungen“, erläutert er.

Ein ganzes Netz unter der Erde

Die Dimensionen sind beachtlich: Rund 160 Meter Schmutzwasserkanal, 300 Meter Trinkwasserleitung, 440 Meter Straßenentwässerung und 350 Meter gemeindeeigenes LWL-Glasfasernetz werden neu errichtet. Hinzu kommt die komplette Erschließung mit Strom, die Versorgung mit Telekommunikation wird ebenfalls vorbereitet.

430 Meter Straße werden neu gebaut oder saniert

Nicht nur unter der Erde tut sich einiges, auch oberirdisch verändert sich das zu Gebiet deutlich. Eine rund 220 Meter lange Straße wird neu in einem L-förmigen Verlauf durch das Betriebsgebiet gebaut. Weitere 210 Meter der bestehenden Verbindung zur Dornbirner Straße werden saniert. Die Tiefbauarbeiten des ersten Teils sollen bis Ende 2026 weitgehend abgeschlossen sein. Danach kann die weitere Entwicklung des Betriebsgebiets Millennium Park Süd Schritt für Schritt erfolgen.