Mit und bei den Menschen arbeiten 19. Juli 2018

Heimhelferin oder Heimhelfer ist eine Arbeit direkt mit und bei den Menschen und angesichts der demografischen Entwicklung ein Beruf mit Zukunft. Am 5. Juli feierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 25. Heimhilfe-Lehrgangs ihren Abschluss im Lustenauer Schützengarten.  

Absolventen Heimhilfe Gruppenfoto Die Absolventinnen und Absolventen des 25. Heimhilfe-Lehrgangs feierten im Schützengarten ihren Abschluss.

Mohammad Noor Nazari aus Afghanistan hat die Ausbildung zum Heimhelfer erfolgreich abgeschlossen: „Dieser Kurs eröffnet mir vielleicht die Möglichkeit, mein eigenes Geld zu verdienen. Damit wäre ich nicht mehr auf die Almosen des österreichischen Staates angewiesen. Das wäre ein gutes Gefühl.“ Auch Julia Gorgomiti ist Absolventin des jüngsten Lehrgangs: „Die abgeschlossene Heimhilfe Ausbildung ist eine Bereicherung für mich, da ich sehr vieles in meinem Berufsalltag beim Mohi anwenden/umsetzen kann. Es waren tolle Referenteninnen und Referenten und eine super Gruppe. Vielen Dank für alles."

Mit und bei den Menschen arbeiten

Die Heimhelferinnen und -helfer sind durch ihre Tätigkeit so nahe wie sonst fast niemand an den zu betreuenden Menschen. Sie kochen, spielen, machen Gartenarbeit mit ihnen, begleiten sie bei Besuchen und in der Freizeit und erledigen Botengänge. Und sie helfen auch den Angehörigen, indem sie diese entlasten. Der enge direkte Kontakt, die unmittelbare Erfahrung in der täglichen Arbeit machen den Reiz und zugleich den hohen Anspruch der Arbeit in der Heimhilfe aus. Gefragt sind Sensibilität und Sicherheit im Umgang mit alten und pflegebedürftigen Menschen, auch in schwierigen Situationen.

Knapp 1 Jahr lernen, viele Jahre helfen

Während der zwei Semester dauernden Ausbildung erhalten die Heimhelferinnen und Heimhelfer neue Einblicke und auch theoretisches Wissen. Sie unterstützen, begleiten und fördern betreuungsbedürftige Menschen in ihrer individuellen Tagesgestaltung. Dabei arbeiten sie eng mit dem zuständigen Fachpersonal zusammen und erledigen Tätigkeiten, die sowohl den hauswirtschaftlichen Bereich betreffen, als auch zu körperlichem und emotionalem Wohlbefinden beitragen. Ihr Anliegen ist es, die Selbstbestimmung und Eigenverantwortlichkeit der zu betreuenden Menschen weitgehend zu erhalten und Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Der 9-monatige Lehrgang beinhaltet 244 Unterrichtseinheiten Theorie, 80 Stunden Stunden Praktikum im (teil-)stationären Bereich und 120 Stunden im ambulanten Bereich. Der 23. Lehrgang von connexia, der Gesellschaft für Gesundheit und Pflege in Vorarlberg, wird in diesem Frühjahr angeboten.