Multivision „Mahlzeit“ für 1400 SchülerInnen 6. Februar 2017

„Mahlzeit – the story of men and meat“ ist die neue Multivisionsschau der österreichischen Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000, die eines der aktuellsten und drängendsten Themen der Nachhaltigkeitsdebatte aufwirft: die Frage unseres eigenen und des globalen Fleischkonsums. Schülerinnen und Schüler aller Lustenauer Mittelschulen, der HAK und HAS sowie des Bundesgymnasiums im Jänner im Reichshofsaal gesehen haben.

Bürgermeister Kurt Fischer, Umweltreferentin Christine Bösch-Vetter und Bildungsreferentin Doris Dobros, die die Schüler der HAK und HAS begleitete, waren gleichermaßen betroffen von der drastischen Faktenlage rund um das Thema Fleischproduktion und Fleischkonsum.

Vom Sonntagsbraten zur Alltäglichkeit

Während für viele unserer Eltern und Großeltern Fleisch noch etwas Besonderes und Kostbares war und oft nur als Sonntagsbraten serviert wurde, sind Fleischwaren heute dank Massenproduktion und Futtermittelimporten häufig aus Übersee zum alltäglichen Nahrungsbestandteil geworden. 65 Milliarden Tiere werden für unseren Konsum jährlich geschlachtet, das trifft auf jeden Erdenbewohner neun Tiere pro Jahr. Davon wird aber längst nicht alles Fleisch gegessen, rund ein Drittel landet im Müll.

Naturzerstörung und Gesundheitsrisiken

In den Wiederkäuermägen wird hochwirksames Methangas gebildet und den mineralisch gedüngten Ackerböden entweicht das ebenso gefährliche Lachgas. Allgemein bekannt ist die direkte Naturzerstörung durch die Rodung der Regenwälder für Viehweiden und den Futtermittelanbau, wie zB Soja in Südamerika. Weniger bekannt dürften die negativen gesundheitlichen Folgen eines übermäßigen Fleischkonsums sein. Während aus ärztlicher Sicht ein Fleischverzehr von 300 – 600 Gramm pro Woche als ideal angesehen wird, verbrauchen Frau und Herr Österreicher meist ein Mehrfaches davon, nämlich durchschnittlich 1,26 kg pro Woche.