„natürlich bunt & artenreich“ mit Lustenauer Beteiligung 21. Juni 2016

natürlich bunt & artenreich

Mehr naturnahe Blühflächen für Wildbienen im Siedlungsraum – so lautet das Ziel des Projekts „natürlich bunt & artenreich". 18 Vorarlberger und sechs Liechtensteiner Gemeinden arbeiten im Rahmen dieses Projekts zusammen: Umweltlandesrat Johannes Rauch lud am Mittwoch, den 15. Juni bei einem gemeinsamen Pressegespräch mit Lustenaus Bürgermeister Kurt Fischer und dem Gemeindevorsteher von Balzers, Hansjörg Büchel andere Gemeinden zur Nachahmung ein.

natürlich bunt & artenreich Umweltgemeinderätin Christine Bösch-Vetter, Bürgermeister Kurt Fischer (Lustenau), Christiane Machold (Abteilung Umweltschutz), Katrin Löning (Ökologieinstitut) Gemeindevorsteher Hansjörg Bühel (Balzers), Landesrat Johannes Rauch.

Straßenränder, Böschungen oder Verkehrsinseln sind für eine naturnahe Gestaltung geeignet und bringen viel. Blütenbesuchende Insekten wie Hummeln, Bienen und Schmetterlinge haben eine zentrale Funktion in unserem Ökosystem. Ein Großteil der Blütenpflanzen und Feldfrüchte ist auf ihre Bestäubung angewiesen.

„Die Gemeinden, die Blumenwiesen auf ihren Gemeindeflächen und blühenden Straßenrändern eine Chance geben, sind Vorbild für Privatpersonen und Unternehmen", sagte Landesrat Rauch. „Aber nicht nur die kostbare Artenvielfalt wird so gefördert, sondern Gemeinden sind besser gegen klimatische Veränderungen und länger andauernde Hitzeperioden gewappnet."

Heimische Wildpflanzen sind widerstandsfähiger als Zierpflanzen und samen sich jedes Jahr wieder von selbst aus. „Das erspart den Gemeinden viel Geld und auch Arbeit", sagte Bürgermeister Kurt Fischer und sprach von einem „Low-budget-Projekt".

25.0000 m² naturnahe Blühflächen geschaffen

natürlich bunt & artenreich Ein Blüten“MEHR“ an der Sägerstraße: Das Lustenauer Vorzeige-Betriebsgebiet soll auch im wörtlichen Sinn „aufblühen“.

Im Vorläuferprojekt konnten allein in Vorarlberg im Zeitraum von 2013 bis 2015 über 25.000 m² naturnahe Blühflächen für Wildbienen im Siedlungsraum geschaffen werden.

Im Interreg-Projekt „natürlich bunt & artenreich" tauschen sich Gemeindebedienstete untereinander aus und sammeln praktische Erfahrungen und vertiefendes ökologisches Wissen rund um die Anlage und Pflege naturnaher Grünflächen im öffentlichen Raum.

natürlich bunt & artenreich „Natürlich bunt und artenreich“ wird auch der Damm des Alten Rheins beim Gemeindegutshof Heidensand: Hier entstehen heuer 1.000 m² neue Blumenwiese und Bienenweide.

In den drei Jahren von 2016 bis 2018 begleiten Expertinnen und Experten des Österreichischen Ökologie-Instituts, der Liechtensteinischen Gesellschaft für Umweltschutz und des Naturgarten e.V. die Gemeinden. Projektträger sind die Abteilung Umwelt- und Klimaschutz der Vorarlberger Landesregierung und die Regierung des Fürstentums Liechtenstein.

Mehr Informationen unter www.buntundartenreich.at