Neue Mockenbrücke: Mehr Platz für Wasser und Verkehr 5. November 2026

Die alte Mockenbrücke, die als Fahrrad- und Fußgängerbrücke in der Bahngasse über den Lustenauer Kanal führt, ist seit letzter Woche Geschichte: Das alte Bauwerk wird durch eine neue, deutlich breitere Stahlbetonbrücke ersetzt. Bis Weihnachten soll alles fertig sein. Während der Bauarbeiten müssen Radfahrende eine Umleitung nutzen.

01_IMG_0963 Die kleine baufällige Brücke über den Lustenauerkanal hat ausgedient und wurde mittlerweile abgebrochen.

Zehn statt sechs Meter Spannweite

Die neue Stahlbetonbrücke über den Lustenauer Kanal wird etwas versetzt vom bisherigen Standort errichtet. Sie erhält eine Spannweite von zehn statt bisher sechs Metern. Mit 3,50 Metern Fahrbahnbreite und einer Gesamtbreite von 4,30 Metern bietet sie somit künftig mehr Platz für den Rad- und Fußverkehr sowie für landwirtschaftliche Fahrzeuge. Auch das Fundament wird erneuert: Für jedes der beiden Widerlager werden acht Pfähle rund 18 Meter tief in den Boden eingebracht. „Jedenfalls muss die neue Brücke vor Weihnachten fertig sein“, bestätigt Thomas Czerniak, Projektleiter der Gemeinde. Die größere Brücke ist eine notwendige Folge des Renaturierungsprojekts am Lustenauerkanal, das ebenfalls in Kürze startet und einen künftig breiteren Flussverlauf vorsieht.

Brückenneubau trifft Renaturierung

02_DJI_20261029084747_0172_D Die eigens geschüttete Furt über das Gewässer für die Baustellenfahrzeuge ist vor allem für die Renaturierungsarbeiten erforderlich.

Denn manchmal entstehen die besten Lösungen dort, wo Projekte zusammengedacht werden. Genau das passiert beim Neubau, der mittlerweile in die Jahre gekommene Fahrrad- und Fußgängerbrücke in der Bahngasse, indem die Gemeinde auf eine abgestimmte Lösung mit dem Renaturierungsprojekt des Landes Vorarlberg setzt. 
„Die beiden Projekte greifen ineinander“, erklärt Projektleiter Czerniak. Durch die neue, leicht versetzte Position der Brücke wird die Renaturierung an dieser Stelle überhaupt erst möglich. Was zunächst nach zusätzlichem Aufwand klingt, wird damit zur Win-win-Situation: Die Infrastruktur wird erneuert und gleichzeitig Raum für die naturnahe Entwicklung des Gewässers geschaffen.

Umleitung führt Fahrradfahrer über den Rhein Richtung Hard

Während der Bauarbeiten ist eine direkte Querung über den Lustenauer Kanal nicht möglich. Radfahrende von der Bahngasse kommend müssen deshalb eine großräumige Umleitung nutzen. Die Beschilderung beginnt im Bereich der B203. Von dort führt die Umleitungsstrecke über die Rheinbrücke in Richtung Höchst und Bruggerloch. Anschließend geht es auf dem dortigen Radweg weiter Richtung Hard. Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, sollte daher die ausgeschilderte Umleitung beachten und zusätzliche Zeit für die Fahrt Richtung Hard einplanen.