News Neue Serie: LustenauerInnen fahren auf das Rad ab! 21. April 2015

Eva Scheffknecht

In einer neuen Gemeindeblatt-Serie kommen Lustenauer Radfahrerinnen und Radfahrer zu Wort. Sie erzählen, warum sie gerne Rad fahren und wie sie im Alltag ohne Auto zurechtkommen.

Den Anfang macht die 31-jährige Innenarchitektin Eva Scheffknecht. Sie hat noch nie in ihrem Leben ein Auto besessen.

Wie organisierst du den Alltag einer Jungfamilie ohne Auto?

Ich bin eigentlich schon immer viel geradelt, mein Lebensgefährte hat nicht einmal einen Führerschein. Als dann Familienzuwachs ins Haus stand, haben wir überlegt, ein Auto anzuschaffen – wir dachten, mit einem Kind braucht man ganz sicher ein Auto!

Nach reiflicher Überlegung haben wir uns dann aber für den Kauf eines Lastenrads in Kombination mit einer Jahreskarte für den öffentlichen Verkehr entschieden und sind sehr glücklich damit. Das Lastenrad nehme ich für Einkäufe, Kindertransport, Ausflüge und sogar, um zur Recycling-Station zu fahren.

Gibt es Situationen oder Tage, wo auch du ein Auto brauchst?

Manchmal geht es sich ohne Autofahrt nicht aus, vor allem bei Abendterminen die nicht in Lustenau oder in der näheren Umgebung sind. Dann kann ich mir bei Freunden oder Familie das Auto ausleihen.

Welche Bedeutung hat dein Fahrrad für dich?

Das Rad steht für mich für Flexibilität und Freiheit – ich muss mich nicht um Reparaturen, Benzin, Winterreifen und Pickerl kümmern und habe dadurch weniger Fixkosten im Monat.

Es sind schon auch ökonomische Überlegungen: Das Lastenrad war zwar nicht ganz billig und ich habe in eine wirklich gute Regenkleidung investiert – jetzt bestreite ich meine Mobilität aber praktisch ohne laufende Kosten, wenn nicht gerade ein Service ansteht.

Welche Vorteile siehst du im Rad als Alltags-Verkehrsmittel?

Ich habe Bewegung, bin an der frischen Luft und komme deshalb meist entspannter an mein Ziel als mit dem Auto. Ich würde mir wünschen, dass mehr und mehr Firmen einen Fahrtkostenzuschuss an die radelnden MitarbeiterInnen leisten – dadurch wäre Radfahren auch finanziell reizvoll und viele Leute könnten zum Umdenken bzw. Umsteigen ermutigt werden.

...und was machst du, wenn es wirklich schlechtes Wetter hat?

Dann gehe ich innerorts zu Fuß oder fahre mit dem Bus – wir sind ja in Lustenau gut an den öffentlichen Verkehr angeschlossen, vor allem die Verbindungen nach Bregenz und Dornbirn sind komfortabel!