Neues Großbiotop im Auer Ried am Neuner 14. März 2019

Aktuell errichtet der Flussbauhof des Landes am Lustenauer Kanal, auch bekannt unter dem Namen „Neuner“, auf einer Länge von ca. 150 m ein neues Wohngebiet für einen besonders schönen Riedbewohner: den Eisvogel. Die Ortsgemeinde Au als Eigentümerin hat den Grund auf Höhe der unteren Bahngasse für das große Renaturierungsprojekt zur Verfügung gestellt. Dazu wurde an dieser Stelle eine nicht standortgerechte Fichtenmonokultur gerodet.

Großbiotop Auer Ried_Neuner Kanal Hoffentlich entdeckt der farbenprächtige Jäger die für ihn angelegte Steilwand als Brutplatz.

Lebensraum für viele Tierarten

Die Biotopgestaltung hat schon viele Blicke von Riedspaziergängern auf sich gezogen. Neben der Größe ist auch die Gestaltung eine ganz besondere: Das Ufer des Neuners wird natürlich gehalten und zur Freude der Fischer um eine zusätzliche Ausbuchtung in Form eines „Hinterwassers“ erweitert. Neben Fischen und dem Eisvogel wird das neue Biotop auch vielen anderen Tierarten, von Insekten über Amphibien bis zu Kriechtieren, wie der Ringelnatter, einen interessanten Lebensraum bieten. Zum Abschluss der Bauarbeiten wird das Gelände mit heimischen Sträuchern und Bäumen bepflanzt, damit es sich möglichst natürlich weiterentwickeln kann.

Neues Wohn- und Brutgebiet für den Eisvogel

Eisvogel_Neuner Hoffentlich entdeckt der farbenprächtige Jäger die für ihn angelegte Steilwand am Neuner als Brutplatz.

Eine ca. 20 m lange Steilwand am Neuner bietet dem Eisvogel künftig die Möglichkeit, dort seine Bruthöhlen zu errichten. Es ist spektakulär, den blau schillernden Jäger zu beobachten, insbesondere, wenn er pfeilschnell über die Wasseroberfläche schießt und plötzlich kopfüber ins Wasser eintaucht, um Krebse, Wasserinsekten und kleine Fische zu jagen. In Mitteleuropa ist er mit wenigen Ausnahmen ein Standvogel, das bedeutet, dass er in unseren Breiten überwintert. Der Eisvogel lebt an mäßig schnell fließenden oder stehenden, klaren Gewässern mit Kleinfischbestand. Diese sollten von einem ausreichenden Angebot an Sitzwarten und möglichst auch von Gehölzen gesäumt sein. Er nützt Flüsse, Bäche, Seen und auch vom Menschen geschaffene Gewässer wie Altwässer, Kanäle und Teichanlagen. Als Brutplätze dienen Steilufer oder große Wurzelteller umgestürzter Bäume mit dicker Erdschicht.