Persönlicher Einsatzrekord für Rotkreuz-Abteilung Lustenau 29. März 2017
Im abgelaufenen Jahr wurden die Sanitäter zu 6.297 Einsätzen gerufen, so viele wie noch nie zuvor. Davon waren 476 Notfalleinsätze, bei denen ein Notarzt erforderlich war. Einen umfangreichen Tätigkeitsbericht präsentierte Kommandant Philipp Schertler anlässlich der Jahreshauptversammlung der Rotkreuz-Abteilung Lustenau am 24. März 2017 den anwesenden Rotkreuz-Mitgliedern sowie Vertretern der Gemeinde und Blaulichtorganisationen.
Zum primären Einsatzgebiet gehören neben Lustenau auch die beiden Rheindelta-Gemeinden Höchst und Gaißau. Für diese Aufgabe stehen 80 freiwillige und drei hauptberufliche Sanitäter sowie Zivildiener rund um die Uhr, das ganze Jahr über im Einsatz. Tagsüber konnte neben zwei Sanitätseinsatzwagen ein zweiter Rettungswagen in den Dienst gestellt werden, was eine Verbesserung in der Notfallabdeckung der Bevölkerung bedeutet. Sämtliche Nacht- und Wochenenddienste verrichten ausschließlich ehrenamtliche Mitglieder.
Viele ehrenamtliche Stunden
Bei einem Notfall sind oft die ersten Minuten entscheidend. Deshalb betreibt die Rotkreuz-Abteilung Lustenau seit vielen Jahren ein First-Response-System in den Gemeinden Gaißau, Höchst und Fußach. Die freiwilligen Rotkreuz-Helfer, die in diesen Gemeinden leben, werden gleichzeitig mit dem jeweiligen Rettungswagen/Notarzt alarmiert und leisten dann bis zum Eintreffen des Rettungsteams qualifizierte Hilfe. 2016 konnte so bei 109 Einsätzen noch früher mit lebensrettender Hilfe begonnen werden. In Summe wurden 17.900 Dienststunden im Rettungs- und Ambulanzdienst und First-Response-Einsatz ehrenamtlich erbracht.
181 Menschen vertrauten im letzten Jahr auf die Rufhilfe, durch die mit einem einfachen Knopfdruck jederzeit schnell Hilfe herbeigeholt werden kann.
Investition in Weiterbildung und Equipment
Neben einer fundierten Ausbildung und einer regelmäßigen Fortbildung aller Einsatzkräfte wird auch das notwendige Equipment zum Helfen benötigt. So investierte das Rote Kreuz 2016 vorarlbergweit in neue Defibrillatoren für alle Rettungs- und Notarztfahrzeuge. Die Neuanschaffung bedeutet eine beachtliche qualitative Weiterentwicklung und Verbesserung der Ausrüstung. Versorgungs- und Überwachungsmöglichkeiten (z.B. 12-Kanal EKG mit Übermittlungsmöglichkeit an die Kardiologie) können nun frühzeitig bereits durch Sanitäter noch vor dem Eintreffen eines Notarztes begonnen werden. Davor wurde diese Gerätetechnik nur auf Notarztfahrzeugen mitgeführt.
Engagierte Mitglieder von Jung bis Alt
Die beiden Nachwuchs-Gruppen, die Rotkreuz-Kindergruppe (9-13 Jahre) und die Rotkreuz-Jugendgruppe (ab 14 Jahren) präsentierten anhand eines Films und eines Berichtes das abwechslungsreiche und bunte Programm des letzten Jahres. Einen Höhepunkt der Versammlung bildeten wieder Ehrungen und Auszeichnungen. Neben den Dienstjahresabzeichen für 10, 15, 20 und 30 Jahre wurden auch verdiente Mitglieder für ihr Engagement mit der Verdienstmedaille in Bronze und Silber ausgezeichnet.