Reges Interesse bei den 18. Aktionstagen der Offenen Jugendarbeit 19. März 2019
© OJAL
Die zahlreichen Workshops, Vorträge, Filmvorführungen und Diskussionen der diesjährigen Aktionstage standen unter dem Motto „8samkeit – klima im wandel“. Bereits zum 18. Mal veranstalteten die Offenen Jugendarbeiten Lustenau und Dornbirn die viertägige Veranstaltungsreihe. Mehr als 200 Jugendliche folgten der Einladung und behandelten die verschiedenen Aspekte von Wandel, im Sinne von Veränderung von z.B. gesellschaftspolitischen Themen.
Durch Achtsamkeit besseres Miteinander
© OJAL
Die MitarbeiterInnen der Offenen Jugendarbeit sind bereits seit einiger Zeit in ihrem Alltag mit diesen Themen konfrontiert und stehen zunehmend vor der Herausforderung, Radikalisierungstendenzen entgegenzuwirken und diesen vorzubeugen. „Hier gilt es, mit und für die Jugendlichen passende Bildungsmaßnahmen zur Aufklärung zu setzen und zur Achtsamkeit anzuregen“, so Roman Zöhrer, Geschäftsführer der Offenen Jugendarbeit Lustenau, über die Wahl des diesjährigen Mottos. Die 18. Aktionstage standen im Zeichen von Toleranz, Vielfalt und Menschenwürde und gegen Vorurteile, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Das große Interesse mit den über 200 jungen Menschen zeigte den Veranstaltern, dass sie durchaus an Politik interessiert sind und sich auch aktiv beteiligen wollen, wenn es um eine Verbesserung des „Miteinander leben“ geht.
„Hier gilt es, mit und für die Jugendlichen passende Bildungsmaßnahmen zur Aufklärung zu setzen und zur Achtsamkeit anzuregen."
Spannendes Programm
Von Workshops zu Themen wie „Vielfalt (er)leben“ und „Identitäten, Kulturen und Vorurteile“ über das Erstellen von Fotocollagen und der bunten Küche, bis hin zu Vorträgen wie „Mensch ist Mensch“ und „Faschismus, Nationalsozialismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus“ boten die Aktionstage eine große Palette an Veranstaltungen. Ein Highlight war der Vortrag von Prof. Dr. Werner Bundschuh, der sich mit den historischen Wurzeln von Nationalsozialismus, Antisemitismus und Rassismus beschäftigte. Er beleuchtete die ideologischen Wurzeln des Nationalsozialismus und wie sich dieses Gedankengut bis heute halten und entwickeln konnte.
Beim Vortrag „Mensch ist Mensch“ berichtete Yasar Al Haj auf berührende Weise von seinem Leben in Syrien, seinen Ängsten, den Umständen seiner Flucht nach Österreich und was ihm in dieser schlimmen Zeit Hoffnung gegeben hat.
© OJAL
© OJAL
Gelungene Veranstaltung
Den Ausklang der Veranstaltungsreihe bildete ein gemeinsames Buffet in gemütlicher Atmosphäre, das in den Räumlichkeiten der Offenen Jugendarbeit in der Lustenauer Amann-Fitz-Straße stattfand. „Die heurigen Aktionstage waren für alle Beteiligten wieder sehr bereichernd. Ein großer Dank gilt den zahlreichen Jugendlichen und den ehrenamtlichen HelferInnen für die rege Beteiligung sowie den KooperationspartnerInnen KOJE Vorarlberg, der Marktgemeinde Lustenau, welcome.zu.flucht und dem Sozialfonds Vorarlberg für die Unterstützung und gute Zusammenarbeit“, sind sich die Organisatoren der OJAL und OJAD einig.