S-MAK bei European Textile Network Conference vertreten 5. November 2026
Das S-MAK-Team hat vom 21. bis 23. Oktober an der Konferenz des European Textile Network (ETN) in Athen teilgenommen. Unter dem Motto „Visions & Traditions“ kamen Fachleute, Kulturschaffende und Textilkünstler:innen aus ganz Europa zusammen. Das Programm schlug eine Brücke zwischen den historischen Textiltraditionen vergangener Jahrhunderte und zeitgenössischem Handwerk, Design und Textilkunst. Aus Tradition eine Vision entwickeln
© S-MAK, DFM
S-MAK-Leiterin Daniela Fetz-Mages hielt einen Vortrag zur Frage, wie ein Museum aus Tradition eine Vision entwickeln kann. Sie stellte dar, wie das S-MAK die Geschichte der industriellen Maschinenstickerei in breitere kulturelle und wirtschaftliche Zusammenhänge einbettet. Dazu zählen Kooperationen, Diskussionsreihen, die bestehende Narrative offen hinterfragen, und Forschungsprojekte, die Lücken im lokalen Archiv sichtbar machen. Auch die Artist-in-Residence-Projekte, die zeitgenössische Perspektiven in die Sammlung tragen, kamen zur Sprache.
Internationale Sichtbarkeit für Vorarlberger Stickereigeschichte
Die Vorarlberger Stickerei war nie ein rein lokales Phänomen. Der Handel mit gestickten Textilien verband die Region über Jahrzehnte mit Märkten weltweit. Diese globale Dimension greift das S-MAK in seiner Arbeit auf. Die ETN-Konferenz bot die Gelegenheit, die Geschichte und die aktuelle Museumsarbeit einem internationalen Fachpublikum vorzustellen und das Museum als Teil eines europäischen Netzwerks zu positionieren.
Vernetzung schafft Synergien
© Katerina Nakou
Europa hat viele ehemalige Textilzentren. Sie stehen heute vor ähnlichen Fragen: Wie lässt sich industrielles Erbe bewahren und vermitteln? Wie gelingt der Brückenschlag zwischen Geschichte und Gegenwart? Wie können junge Generationen für Textilhandwerk und Textilkunst begeistert werden? Der Austausch über Landesgrenzen hinweg schafft hier Synergien. Er eröffnet Möglichkeiten für gemeinsame Projekte, für den Wissenstransfer und für neue Perspektiven auf die eigene Sammlung. Die Konferenz widmete sich unter anderem der Bedeutung von Ausbildung im Textilhandwerk und in der Textilkunst. Außerdem behandelte sie das gesellschaftlich verbindende Potenzial, das im gemeinsamen Arbeiten mit Textilien liegt. Beides sind Themen, die auch die Vermittlungsarbeit des S-MAK prägen. „Die Teilnahme an der ETN-Konferenz war für uns eine große Chance. Der Austausch mit Institutionen, die ähnliche Geschichten und Herausforderungen teilen, inspiriert und stärkt unsere Arbeit in Lustenau. Gleichzeitig ist es uns wichtig, die Vorarlberger Stickereigeschichte international sichtbar zu machen“, so Daniela Fetz-Mages.
Über das S-MAK
Das 2024 eröffnete Stickereimuseum S-MAK widmet sich der Geschichte der industriellen Maschinenstickerei und ihren globalen Handelsbeziehungen. Das Museum verbindet Sammlung, Archiv, Forschung und Vermittlung und öffnet die Stickereigeschichte für zeitgenössische Fragestellungen. Das S-MAK in der Kneippstraße 6a ist Donnerstag bis Sonntag, jeweils von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Infos: info@s-mak.at, www.s-mak.at oder T 05577 84028