Schulstart mit Geschmack: Wenn Esskultur Schule macht 3. September 2026

Der Schulanfang rückt näher: Am 14. September heißt es für Lustenaus Schülerinnen und Schüler wieder Schultasche packen, Hefte einordnen und gut vorbereitet ins neue Schuljahr starten. Doch zu einem gelungenen Schultag gehört noch etwas ganz Wesentliches: ein richtig gutes Mittagessen.

01_O1A0423 Für Lustenaus Kinder gehört die gemeinsame Mittagspause einfach dazu. Hier wird gelacht, erzählt, Energie getankt und natürlich gut gegessen. Die Esskultur sorgt dafür, dass sie frisch gestärkt in den Nachmittag starten.

Schulranzen packen, Hefte besorgen – und ans Mittagessen denken

Denn ein leerer Bauch lernt bekanntlich nicht besonders gut. Wer vormittags aufmerksam zuhören, rechnen, schreiben und Neues entdecken soll, braucht zwischendurch eine Mahlzeit, die Energie für den restlichen Tag liefert. In Lustenau sorgt die Esskultur dafür, dass Kinder in der Mittagsbetreuung und den Schulen nicht nur satt werden, sondern auch ein frisches, ausgewogenes und sehr schmackhaftes Mittagessen bekommen. „Denn Kinder sind ernstzunehmende Gäste“, sagt Dietmar Hagen, Geschäftsführer der Esskultur. Und das Schöne daran: Gutes Essen soll für Familien erschwinglich bleiben. Dank des Förderprogramms „Kinder.Essen.Körig“ des Landes Vorarlberg kann die Esskultur ein vollständiges Mittagsmenü für Schulkinder unter sieben Euro anbieten.

60 Prozent Bio und viel Regionalität

02_gericht-16 Frische Zutaten, regionale Lieferanten und abwechslungsreiche Küche: Die Esskultur setzt auf Qualität, die man schmecken kann.

Das Förderprogramm verfolgt ein klares Ziel: Hochwertiges, gesundes und ausgewogenes Essen für Kinder soll leistbar sein. Gleichzeitig werden Regionalität und biologische Lebensmittel gefördert. Das Konzept der Lustenauer Esskultur erfüllt dafür all die Qualitätskriterien – unter anderem mit einem Bio-Anteil von über 50 Prozent. Auf den Teller kommt, was Kindern guttut und schmeckt und auch manchmal neue Rezepte. Gemüse und Salat, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Milchprodukte gehören regelmäßig auf den Speiseplan. Vorwiegend wird vegetarisch gekocht, einmal pro Woche gibt es Fleisch und alle zwei Wochen Fisch. Auch Süßspeisen finden ihren Platz auf dem Speiseplan. Besonders wichtig ist die Herkunft der Lebensmittel. Vom Martinshof kommen unter anderem Getreide und Nudeln, das Gemüse stammt von Lisilis Biohof, die Milch vom Riedmannhof und Hähnchen vom Hühner.Gut. So landet jeden Tag ein Stück Vorarlberg direkt auf dem Mittagstisch.

Eine Küche für viele Generationen

Auch die Seniorinnen und Senioren in den beiden gemeindeeigenen Häusern im Schützengarten und Hasenfeld werden täglich mit frischen Mahlzeiten versorgt. Im Schützengarten, wo die Küche nach einer umfassenden Sanierung wieder in Betrieb ist, laufen dafür viele Fäden zusammen. Bei Senior:innen steht die traditionelle Küche mehr im Vordergrund. Klassiker wie Gulasch, Käsdönnola oder Riebl finden sich ebenso auf dem Speiseplan wie eine warme Suppe, die mehrmals pro Woche als „Seelenwärmer“ auf den Tisch kommt. Die Bewohnerinnen und Bewohner erhalten täglich vier Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen, Kaffee und Kuchen sowie Abendessen. Gegessen wird direkt in den jeweiligen Wohnbereichen, dort, wo die Menschen leben und ihren Alltag verbringen.

Hinter jeder Mahlzeit steckt ein ausgeklügeltes System

03_seniorenheim-9 Den Seniorinnen und Senioren schmecken vor allem traditionelle Gerichte, die Erinnerungen wecken und Freude bereiten.

Dass jeden Tag zur richtigen Zeit das richtige Essen am richtigen Ort ankommt, ist keine Selbstverständlichkeit. Hinter einem Menü stehen zahlreiche Arbeitsschritte: Lebensmittel müssen bestellt, Mengen geplant, Zutaten vorbereitet und Speisen frisch zubereitet werden. Anschließend werden die Mahlzeiten portioniert und rechtzeitig zu den verschiedenen pädagogischen Einrichtungen, Betreuungseinrichtungen und Seniorenhäuser gebracht. Hinzu kommt „Essen auf Rädern“, das täglich zugestellt wird. Wie Bestellungen koordiniert, Mengen für die verschiedenen Standorte geplant und Mahlzeiten von der Küche bis zum Gast gebracht werden, ist Bestandteil eines ausgeklügelten Logistiksystems der Esskultur. So kann bedarfsgerecht gekocht und unnötiger Aufwand vermieden werden.

Was hinter einem Mittagessen steckt

Die Dimensionen zeigen, was hinter der Esskultur steckt: Rund 155.000 Mahlzeiten werden jährlich frisch zubereitet. Davon entfallen rund 81.000 Essen auf Kinder in Schulen, Kindergärten und Kleinkindbetreuung und rund 33.000 Essen auf die beiden Seniorenhäuser. Auch die Mengen an verarbeiteten Lebensmitteln sind beeindruckend: Rund 45.000 Eier, 7.000 Liter Milch, acht Tonnen Kartoffeln, vier Tonnen Karotten und sieben Tonnen Dinkelmehl werden pro Jahr verarbeitet.

04_MG_5391 „Schnell, schneller, Esskultur!“ – Damit jeder Gast sein Essen bekommt, muss jeder Handgriff sitzen.

Gut essen – von klein bis groß

Während der Ferien, stehen die Küchen der Esskultur nicht still, denn mehrere Kindergärten, Kleinkinderbetreuungseinrichtungen und Sommerbetreuungen bleiben geöffnet und wollen versorgt werden. Gutes Essen bedeutet nicht nur Versorgung, sondern als besondere Stärke der Esskultur auch Lebensqualität, die Generationen verbindet. Kindergartenkinder, Schülerinnen und Schüler sowie Seniorinnen und Senioren sitzen zwar nicht am selben Mittagstisch – sie alle profitieren aber von derselben Philosophie: frische Zutaten, regionale Produkte, ausgewogene Speisen und zwei Küchen, in denen mit sehr viel Sorgfalt gekocht wird.