Offizieller Spatenstich für die Neugestaltung der Kaiser-Franz-Josef-Straße 7. September 2018

Breite Gehsteige, Radstreifen und mehr Grün: Am Freitag, den 7. September 2018, erfolgte der offizielle Spatenstich für die Neugestaltung der Kaiser-Franz-Josef-Straße. Sie umfasst die Erneuerung der Trinkwasserleitung, die Straßenraumgestaltung mit einer Begegnungszone vor der Volksschule Kirchdorf und einen neuen Buswartebereich mit Fahrradabstellanlage am Engelkreisverkehr. All diese Maßnahmen sollen die Verkehrssicherheit erhöhen und mehr Aufenthaltsqualität bringen. 

 

Spatenstich-Engelkreisverkehr-Fahrrad.Bus-Kaiser-Franz-Josef-Straße Offizieller Spatenstich für die Neugestaltung der Kaiser-Franz-Josef-Straße

Die Umgestaltung der Kaiser-Franz-Josef-Straße erfolgt in mehreren Etappen und wird sich bis ins nächste Jahr ziehen. Die Bauarbeiten für die Erneuerung der Trinkwasserleitung und für die Begegnungszone vor der Volksschule Kirchdorf sind bereits in vollem Gange. Das nächste Projekt steht nun an der prominenten Ausfahrt der Kaiser-Franz-Josef-Straße am Start: Beim Engelkreisverkehr entsteht ein repräsentativer Buswartebereich mit Fahrradabstellanlage.

Mobilitätsinfrastruktur mit Signalwirkung

Der markante Betonkörper, der eine Kombination aus Buswartebereich und Fahrradabstellanlage ist, wurde vom Dornbirner Büro „albrecht.bereiter.architekten“ entworfen. „Wir wollen an diesem stark frequentierten Verkehrsknotenpunkt ein sichtbares Zeichen für das Fahrrad und den öffentlichen Verkehr setzen. Die Architekten haben in ihrem Entwurf verdeutlicht, wie die kombinierte Nutzung von Fahrrad und öffentlichem Verkehr auch architektonisch gelingen kann“, sagt Bürgermeister Kurt Fischer. Das Team von „albrecht.bereiter.architekten“ hat für die Anlage eine markante Form gewählt, die Übersichtlichkeit und Aufenthaltsqualität schafft und funktional ist. Verwendet werden hochwertige Materialien – Beton für den Baukörper und Holz für die Möblierung.

2017-06-08-bh-lustenau-01-schaubild-01_©albrecht.bereiter.architekten Mobilitätsinfrastruktur mit Signalwirkung: Ein neuer Buswartebereich mit Fahrradabstellanlage am Engelkreisverkehr bringt mehr Komfort und Sicherheit.

Mehr Komfort und Sicherheit

Besonderes Augenmerk wurde bei der Planung auf die Sicherheit und den Komfort gelegt. Die Fahrradabstellanlage und der Buswartebereich sind von allen Seiten gut einsehbar und erhöhen so das Sicherheitsgefühl für alle Nutzerinnen und Nutzer. Künftig können 50 Fahrräder beidseitig geparkt werden, mit der Überdachung wird dem Witterungsschutz Rechnung getragen. Die offene Gestaltung soll auch präventiv gegen Diebstahl und Vandalismus wirken. Im großzügigen Wartebereich informiert ein Abfahrtsmonitor die Fahrgäste in Echtzeit über Buslinien und Fahrplan. Ende des Jahres soll die neue kombinierte Fahrradabstellanlage fertiggestellt sein. „Besonders in unserer weitläufigen Gemeinde ist das Fahrrad die ideale Ergänzung zu Bus und Bahn. Die Mobilitätsknoten müssen daher benutzerfreundlich gestaltet und gut erreichbar sein“, freut sich Mobilitätsgemeinderat Dietmar Haller über die Neuerungen am Engelkreisverkehr.

Radverkehr weiter ausbauen

In der modernen Mobilitätsplanung gelten das Fahrrad und der öffentliche Verkehr als Traumpaar. Die Verknüpfung dieser beiden Verkehrsmittel und die Optimierung der Wegeketten will Lustenau künftig verstärkt in den Mittelpunkt rücken. Attraktive Radverbindungen und Fußwege, Radrouten in die Nachbargemeinden, Fahrradstraßen und Begegnungszonen stehen deshalb weit oben auf dem Gemeindeentwicklungsplan, wie Gemeindeplaner Bernhard Kathrein erklärt: „Wir wollen den Radverkehr mit Entschlossenheit weiter ausbauen. Nur wenn sich Radfahrer und Fußgänger sicher fühlen und möglichst schnell an ihr Ziel gelangen, können wir sie zum Umsteigen bewegen.“ Der Radverkehrsanteil gilt als Indikator für die Lebensqualität, daher ist die Neugestaltung der Kaiser-Franz-Josef-Straße und die Begegnungszone vor der Volksschule Kirchdorf ein logischer Schritt für die Verantwortlichen.

Kaiser-Franz-Josef-Straße bekommt ein neues Gesicht

Die Neugestaltung der Kaiser-Franz-Josef-Straße ist nach dem Rathausquartier und der Umgebungsgestaltung der Volksschule Kirchdorf die nächste konkrete Umsetzung des Zentrumsmasterplans. Nach der Umgestaltung finden sich hier breite Gehsteige, Radfahrstreifen und Bauminseln wieder. Die Einfahrt vom Kreisverkehr kommend wird fahrradfreundlicher gestaltet, indem die Radfahrer getrennt geführt werden. Somit ergibt sich für alle Verkehrsteilnehmer eine verbesserte Situation.

 

Begegnungszone KFJ Straße Lustenau_Visualisierung_©stadtland Die Neugestaltung der Kaiser-Franz-Josef-Straße mit Begegnungszone ist nach dem Rathausquartier und der Umgebungsgestaltung der Volksschule Kirchdorf die nächste konkrete Umsetzung des Zentrumsmasterplans.

Vor der Volksschule Kirchdorf, Lustenaus größter Volksschule, wo bisher drei Viertel des Straßenraums von Autos beansprucht wurde, entsteht eine Begegnungszone. Sie verschafft ihren Nutzerinnen und Nutzern nicht nur mehr Aufenthaltsqualität, sondern vor allem mehr Sicherheit, denn diese ist in diesem sensiblen Bereich das Wichtigste, wie Bürgermeister Kurt Fischer betont: „Die Neugestaltung der Kaiser-Franz-Josef-Straße mit der Begegnungszone vor Lustenaus größter Volksschule soll die Aufenthaltsqualität und die Verkehrssicherheit, besonders für die Schulkinder, erhöhen. Wichtig sind das Miteinander und die gegenseitige Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer. Das Thema Sicherheit der Kinder darf nicht nur zum Schulanfang im Vordergrund stehen!“

Bauarbeiten_Kaiser-Franz-Josef-Straße_Luft (7) Die Arbeiten in der Kaiser-Franz-Josef-Straße für die Erneuerung der Trinkwasserleitung und die neue Begegnungszone laufen auf Hochtouren.

Trinkwasserleitung wird erneuert

Vor der Volksschule Kirchdorf wird derzeit mit Hochdruck an der Erneuerung der Trinkwasserleitung gearbeitet. Der Großteil der Bauarbeiten im Bereich der Begegnungszone wird bei einem guten Verlauf Mitte Oktober abgeschlossen sein. Sein qualitativ hochwertiges Trinkwasser bezieht die Gemeinde aus einer eigenen Brunnenanlage im Rheinvorland. „Um die Versorgung zu gewährleisten, werden die nun mehr als 40 Jahre alten Leitungen durch 1200 Meter neue Wasserleitungen ersetzt“, informiert Tiefbaureferent Martin Fitz über das wichtige Projekt: „Lustenau hat eine ausgezeichnete Trinkwasserversorgung. Damit dies auch für die Zukunft so bleibt, werden die Leitungen konsequent gewartet und erneuert.“

Neugestaltung Kaiser-Franz-Josef-Straße


Buswartebereich und Fahrradabstellanlage

  • Architektur: „albrecht.bereiter.architekten“, Dornbirn
  • Baumeisterarbeiten: Oberhauser & Schedler, Andelsbuch
  • Elektroarbeiten: Walter Schönbeck, Dornbirn
  • Sitzbank: Lenz Nenning, Dornbirn

Engelkreisverkehr/Kaiser-Franz-Josef-Straße/Begegnungszone

  • Verkehrsplanung: Besch und Partner, Feldkirch
  • Raum- und Landschaftsplanung: „stadtland“, Hohenems
  • Tiefbauarbeiten: Oberhauser & Schedler, Andelsbuch


Trinkwasserleitung

  • Einreich- und Ausführungsplanung: Wasserplan, Hohenems
  • unterirdische Kanalsanierung: Adler + Partner, Klaus
  • Tiefbauarbeiten: Oberhauser & Schedler, Andelsbuch