News Spielerisch Deutsch lernen mit der OJAL 16. Dezember 2020

Bewegung und Spaß

Seit 2019 gibt es den Treffpunkt der Offenen Jugendarbeit in der Hannes-Grabher-Siedlung. Die Leiterinnen Alexandra Kremmel und Regine Riedler bieten drei offene Nachmittage an. Im Vordergrund steht hier das Erlernen der deutschen Sprache. Ziel ist, dass die Kinder und Jugendlichen spielerisch die deutsche Sprache erlernen. Gerade auch der Standort macht den Jugendtreff so wertvoll, da in der Hannes-Grabher-Siedlung ungefähr 70 % der rund 430 Bewohnerinnen und Bewohner einen Migrationshintergrund haben.

Der regelmäßige Besuch des Treffpunkts gibt den Kindern Zeit und Möglichkeiten, die deutsche Sprache spielerisch zu lernen und anzuwenden. So können Nachteile im Berufs- und Bildungsleben abgefangen und bestenfalls vermieden werden. Spielerische Sprachförderung, Lesestunden, kreatives Gestalten, Wortspiele, Theater und Hilfe bei Hausaufgaben und Lerninhalten sind nur einige der Schwerpunkte, die hier für Kinder im Alter zwischen 6 und 12 Jahren angeboten werden. Essenziell ist in diesem Projekt, dass der Leistungsdruck wegfällt, und die Kinder die Möglichkeit haben, auf ihre eigene Art und Weise und in ihrem eigenen Tempo die Sprache zu erlernen. Auch die Beziehungsarbeit steht im Vordergrund. Die Kinder haben Platz, ihre Gefühle, Ängste und Sorgen zu äußern.

Vielseitige und herausfordernde Arbeit

„Ich mag die Herausforderungen, die ein so niederschwellig positioniertes Projekt mit sich bringt. Es verlangt von uns Mitarbeiterinnen höchste Flexibilität – zeitlich sowie inhaltlich. Die Beziehungsarbeit mit den Kindern, den direkten Kontakt erlebe ich als inspirierend, erfrischend und erfüllend. Auch wenn es manchmal Schwierigkeiten und Situationen gibt, in denen das Dasein und das Begleiten das Einzige ist, was ich tun kann“, so Leiterin und Sozialpädagogin Alexandra Kremmel, die seit den Anfängen im Jahre 2010 das Projekt begleitet. Unterstützt wird sie von Regine Riedler, die als Jugendarbeiterin im Kinder- und Jugendtreff tätig ist.

Sprachförderung und Lernhilfe

Regine Riedler und Alexandra Kremmel Regine Riedler und Alexandra Kremmel freuen sich schon auf ein spannendes Jahr 2021 im Treffpunkt.

Auch während der COVID-19-Pandemie ist die Offene Jugendarbeit so gut wie möglich für die Kinder und Jugendlichen da. Im Vordergrund stehen Sprachförderung und Beziehungsarbeit durch Gespräche, die während der Mobilen Jugendarbeit stattfinden. Außerdem stellen die Jugendarbeiterinnen und –arbeiter Lerninhalte, kreative Aufgaben und Rätsel für die Kinder und Jugendlichen bereit. Ein Kopier-und Ausdruckservice für Familien ohne technische Ausrüstung wird ebenso angeboten. Dies wird so lange aufrechterhalten, bis ein offener Betrieb wieder möglich ist. „Auch 2021 sind wir im Treffpunkt und mit der Sprachförderung weiterhin für euch da!“ betont Alexandra Kremmel abschließend.