Sterben und Trauer Raum und Zeit geben 31. Oktober 2018

Alter Rhein 03

Wer beschäftigt sich schon gerne mit dem Ende des Lebens? Doch wer einen geliebten Menschen verliert, kann aus dem Gleichgewicht geraten. Es kostet Kraft, mit dem Verlust zu leben und das Leben neu zu ordnen. Wertvolle Impulse, dies zu bewältigen, gibt der Vortrag „Dem Sterben und der Trauer Raum und Zeit geben“, am Donnerstag, den 8. November 2018 im „Schützengarten“.

„Trauer ist ein Weg, der gegangen werden muss, und das braucht Zeit und Geduld. Es ist oft ein enormer Balanceakt, den es zu meistern gilt, um wieder ins innere Gleichgewicht zu gelangen“, skizziert Projektleiterin Silvia Benz aus der Sozialabteilung im Rathaus.

Abschied, Sterben und Trauer gehören zum Leben

Sabine Zech Sabine Zech, Trauerkoordinatorin bei Hospiz Vorarlberg setzt kommenden Donnerstag wertvolle Impulse in der Auseinandersetzung mit dem Sterben und den damit verbunden Gefühlen.

„Abschied, Sterben und Trauer gehören genauso zu unserem Leben wie Neubeginn und Freude. Auch wenn wir oft versuchen, diese Themen zu tabuisieren und zu verdrängen, wir können sie nicht ausblenden. Es hilft uns jedoch, wenn wir uns mit dem Sterben, dem Tod und den damit verbundenen Gefühlen auseinandersetzen. So erfahren wir auch mehr über das Leben selbst. Denn Sterbende sind vor allem eines: Lebende bis zuletzt“, so Sabine Zech, Trauerkoordinatorin bei Hospiz Vorarlberg. Im Rahmen dieses Vortrages gibt sie wertvolle Impulse zum Thema.

Sensible Lebensthemen: Wir reden darüber

Der Vortrag findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Pflege im Gespräch“ statt. „Neben sehr offenen Themen von allgemeinem Interesse ist es uns ebenfalls wichtig existenzielle Lebensthemen aufzugreifen. Gleichwohl wir in einer weitgehend aufgeklärten Gesellschaft leben und so manches Tabuthema von früher heute keines mehr ist, gibt es dennoch einige Bereiche, bei denen das Mitteilungsvermögen gegenüber anderen Menschen eingeschränkt ist“, so Silvia Benz. So soll auch dieser Vortrag einen sensiblen Bereich offen zur Sprache bringen und eine Bewältigungshilfe darstellen. Organisiert wird der Vortag von der Marktgemeinde Lustenau, dem Krankenpflegeverein, dem Mobilen Hilfsdienst und der Sozialdienste Lustenau gem. GesmbH in Zusammenarbeit mit connexia.

November im Zeichen von Hospiz Vorarlberg

Für Menschen am Ende ihres Lebens eine möglichst hohe Lebensqualität zu schaffen sowie die Begleitung von trauernden Menschen – das ist ganz kurz beschrieben das Ziel von Hospiz Vorarlberg. Im vergangenen Jahr setzten sich im ganzen Land 245 Ehrenamtliche fast 35.000 Stunden dafür ein. Mit der Eröffnung des neuen Hospiz am See konnte zudem eine wichtige Lücke in Vorarlberg geschlossen werden. Die Wanderausstellung „Leben > Tod“ von Hospiz Vorarlberg lädt die Betrachtenden zum Innehalten ein. Das Thema „letzte Lebensphase“ kommt zur Sprache. Zu sehen vom 26. November bis 14. Dezember 2018 im Rathausfoyer der Markgemeinde Lustenau.

„Dem Sterben und der Trauer Raum und Zeit geben“

Termin: Donnerstag, 8. November 2018, 18.30 Uhr
Referentin: Sabine Zech | Hospiz Vorarlberg
Veranstaltungsort: Im Schützengarten, Lustenaus Treffpunkt für Soziales und Gesundheit, Schützengartenstraße 8
Abendkassa: 5 Euro