Temporäre Kunstintervention „Fluchtpunkt Alter Rhein“ 18. Juli 2018

Wer heute über die grüne Grenze beim Alten Rhein wandert, befindet sich auf einem der wichtigsten Fluchtwege jüdischer Flüchtlinge vor und während des zweiten Weltkrieges. Eine temporäre Kunstintervention von Margit Bartl-Frank soll im Gedenkjahr 2018 an das Schicksal der Geflüchteten und Fluchthelfer erinnern.

Dort wo tausende Juden der Verfolgung durch die Nationalsozialisten zu entkommen versuchten, wo der Schweizer Grenzoffizier Paul Grüninger hunderte jüdische Flüchtlinge in die Schweiz rettete, hat die Künstlerin Margit Bartl-Frank in diesen Tagen ein Zeichen gesetzt. Zwei Kurztexte vor dem Zollamt Wiesenrain auf Schweizer Seite und sieben auf dem Landesradweg nahe am Rohr sollen die Erinnerung an die Flüchtlingsschicksale von damals wach halten. Die Texte stammen aus persönlichen Recherchen und Gesprächen mit Zeitzeugen. „Sie stellen die damaligen Ereignisse aus Sicht der Opfer dar und machen somit einen Teil der Geschichte temporär sichtbar“, betont die Künstlerin. „Fluchtpunkt Alter Rhein“ ist die zweite Kunstintervention von Margit Bartl-Frank zum Thema Flucht am Alten Rhein. Bereits 2015 hat die Künstlerin mit der Installation „Ida’s Weg“ das Schicksal der jüdischen Flüchtlinge während der NS-Zeit thematisiert.