News „Üsa Luschnou“ wird in der Kinothek gezeigt 15. Juni 2021

Nur wenige Lustenauerinnen oder Lustenauer können auf einen reichen Filmfundus längst vergangener Jahrzehnte zurückgreifen. Manfred Bösch macht seinen Archivschatz nun öffentlich.

V424-2 Kilbi 1982 Foto unbekannt Auch in den frühen 1980ern war in Lustenau am Kilbisonnta viel los.
Manfred Bösch 1

Manfred Bösch, Jahrgang 1935, wuchs in Innsbruck auf und frönte schon in den 1950er-Jahren seinem Hobby, dem Filmen. Als selbständiger Kaufmann im bekannten Schreibwarengeschäft Bösch in der Schillerstraße nutzte er jede Gelegenheit, Ereignisse und Personen jener Zeit filmisch festzuhalten. Er war stets bereit, mit seiner Kamera auszurücken und konnte so auch spontan unwiederbringliche Momente festhalten. Viele Jahre schlummerten diese Aufnahmen im Archiv und wurden nur partiell bei speziellen Anlässen, aber nie öffentlich gezeigt.

Streifzug durch die jüngere Geschichte

Der Hobbyfilmer hat nun seine Filmaufnahmen geordnet und zu einem phantastischen Rückblick auf die Geschichte von Lustenau formiert. Dem Publikum werden längst verstorbene Lustenauer Originale in bewegten Bildern wieder in Erinnerung gerufen. Manfred Bösch hielt aber etwa auch den Brand des traditionsreichen Gasthofes Adler filmisch fest. Er entführt das Publikum auf die „Luschnouar Kilbi“ des Jahres 1983 mit Kilbiständen von Lustenauer Unternehmen, von denen es nur wenige in die Gegenwart geschafft haben. Lebendig werden aber auch die Erinnerungen an die ersten Lustenauer Funken, die für den Funkensonntag noch im Rheinvorland gebaut wurden und bei denen nicht nur „biogene Materialien“ verbrannt wurden. Die Aufnahmen werden in charmanter Weise von Ilse Bösch kommentiert.

Insgesamt entstand ein Gesamtwerk, das das Publikum in packender Art in die jüngere Lustenauer Geschichte eintauchen lässt und das auch „jüngeren Semestern“ einen wertvollen, lebendigen Einblick in ein Lustenau der 1960er- bis 1980er-Jahre ermöglicht.

Vorführung in der Kinothek

Nachdem der erste Vorführungsreigen im Theresienheim durch COVID-19 abrupt beendet werden musste, hat Manfred Bösch die Zeit gemeinsam mit Kinothek-Betreiber Pierre Fenkart genutzt, um eine Kino-Version seiner zeitgeschichtlichen Dokumentation anzufertigen. Am Samstag, den 19. Juni um 20 Uhr und am Sonntag, den 20. Juni um 17 und 19.30 Uhr lädt Manfred Bösch in die Kinothek ein. Der Eintritt ist frei, freiwillige Spenden kommen der Lebenshilfe Lustenau zugute. Karten gibt es unter www.kinothek.at oder an der Abendkassa.