Umbau der Schulküche und Mittagsbetreuung an der MS Kirchdorf 2. Juli 2026
Die Mittelschule Kirchdorf steht vor einem bedeutenden Umbau: Die bestehende Schulküche wird grundlegend saniert, gleichzeitig erhält die Mittagsbetreuung eine dringend benötigte Räumlichkeit. Was auf den ersten Blick wie ein klassisches Bauprojekt wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als durchdachtes Gesamtkonzept für modernes Lernen und gemeinsames Essen. Denn es geht um beides – um das Kochen lernen und um die Verpflegung der Schülerinnen und Schüler.
Eine Küche mit Geschichte und deutlichem Sanierungsbedarf
Die bestehende Schulküche hat bereits einige Jahrzehnte auf dem Buckel. „Die ist mittlerweile über 40 Jahre alt“, erklärt Projektleiter Florian Schrötter. „Die Kästen sind kaputt, der Boden löst sich, die Küche ist wirklich in einem miserablen Zustand.“ Besonders problematisch waren Feuchtigkeitsschäden im Untergrund, die in den vergangenen Jahren immer wieder für Probleme sorgten. Die Konsequenz: ein kompletter Neuaufbau mit modernen Kücheninseln, neuen Geräten, zeitgemäßem Wandschrank und einem vollständig erneuerten Boden. Auch Schuldirektorin Sabine Müller kennt die Mängel nur zu gut. „Die Küche war längst an einem Punkt angekommen, an dem eine Sanierung unumgänglich war. Teilweise haben sich sogar Beschläge und Scharniere gelöst. Für den Unterricht war das keine zufriedenstellende Situation mehr.“
Ein Projekt, das lange in Planung war
Die Idee für den Umbau beschäftigt Schule und Gemeinde bereits seit Jahren. Ein wichtiger Impuls kam dabei von der Schule selbst, insbesondere von der Direktorin Sabine Müller. „Wir haben vor rund fünf Jahren die ersten konkreten Pläne eingebracht. Ursprünglich war ein noch größerer Umbau vorgesehen – mit einem Mehrzweckraum, Flächen für Schulveranstaltungen und einer umfassenden Neugestaltung. Aus Budgetgründen musste das Projekt jedoch mehrfach überarbeitet und verkleinert werden. Deshalb freue ich mich umso mehr, dass wir jetzt diesen wichtigen ersten Schritt umsetzen können“, berichtet die Schulleiterin. Denn ein weiterer wichtiger Baustein des Projekts ist die barrierefreie Erschließung der Schule. So wird eine Rampe künftig den Zugang erleichtern – ein notwendiger Schritt, da die Mittelschule Kirchdorf für ihren Sprengel auch ein Wahllokal zur Verfügung stellt.
Mehr als nur Kochen: Neue Räume für die Mittagsbetreuung
Der Umbau geht weit über die klassische Schulküche hinaus. Ein zentraler Bestandteil ist die Neugestaltung der Mittagsbetreuung – ein Thema, das in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat. „Dafür haben wir die bestehenden Räume komplett neu organisiert“, so Schrötter. Der bestehende Bereich wurde funktional verändert, sodass es künftig drei klar getrennte Bereiche gibt. - Eine modernisierte Schulküche für den Unterricht, einen eigenen Speiseraum für die Schülerinnen und Schüler sowie eine Wärmeküche für die Ausgabe der Mittagsverpflegung.
Effiziente Abläufe dank Wärmeküche
Ein besonderes Highlight ist die neue Wärmeküche. Hier werden fertig zubereitete Speisen – geliefert von der Esskultur – warmgehalten und ausgegeben. „Die Speisen kommen am Vormittag an, werden in Wärmebehälter gestellt und dann zur Mittagszeit ausgegeben“, erklärt Schrötter. „Wir haben dafür eine eigene Ausgabesituation mit Durchreiche, Spülbereich und klaren Abläufen.“ Das sorgt nicht nur für Effizienz, sondern auch für eine angenehme Atmosphäre beim gemeinsamen Essen.
Startschuss im Juni – Fertigstellung bis Herbst
Die Abbrucharbeiten haben bereits begonnen. „So richtig los geht es aber ab Anfang Juli, wenn die Schule zu Ende ist“, so Schrötter. Bis zum 20. September soll der gesamte Umbau abgeschlossen sein – rechtzeitig zum neuen Schuljahr. Mit einem Gesamtbudget von rund 430.000 Euro setzt die Gemeinde ein klares Zeichen für Bildung und Infrastruktur. „Wir sind wirklich sehr dankbar, dass dieses Projekt jetzt umgesetzt wird“, sagt Müller. „Die neue Schulküche und die neuen Räume für die Mittagsbetreuung sind für unsere Schülerinnen und Schüler ein echter Gewinn.“
Investition in die nächste Generation
Zweifellos handelt es sich um eine mehrfach notwendige Investition. „Die Sanierung der Schulküche ist aufgrund des baulichen Zustands dringend erforderlich. Gleichzeitig sorgt die neue Außenrampe dafür, dass die Schule künftig barrierefrei zugänglich wird“, erläutert Vizebürgermeister Martin Fitz, der auch zuständiger Gemeinderat für Hoch- und Tiefbau ist. Und Bürgermeister Patrick Wiedl betont: „Mit der Modernisierung der Schulküche investieren wir gezielt in die Bildungs- und Betreuungsqualität unserer Kinder. Ein zeitgemäßes Angebot beim Mittagessen entlastet Familien und schafft die besten Voraussetzungen für eine gesunde und ausgewogene Verpflegung im Schulalltag.“
Nach der Fertigstellung sollen die neuen Räumlichkeiten offiziell präsentiert werden. Schule und Gemeinde planen eine Eröffnungsfeier, bei der die modernisierte Schulküche und die neuen Bereiche der Mittagsbetreuung der Öffentlichkeit vorgestellt werden.