Umbauarbeiten in der Galerie Hollenstein haben gestartet 21. Februar 2017

Umbau Galerie Hollenstein

Derzeit wird die Galerie Hollenstein mit einer Reihe von Lustenauer Handwerksbetrieben umgebaut und erweitert. Die bestehenen Ausstellungsräume werden durch einen zusätzlichen offenen Empfangs-, Arbeits- und Veranstaltungsraum erweitert. Durch die Schaffung eines Schaudepots wird die Kunstsammlung der Gemeinde und insbesondere die Sammlung Stephanie Hollenstein der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Raumkonzept des Architekturbüros Drexel

Anlass für den Umbau ist der Erwerb der Büroräumlichkeiten des ehemaligen Stickereizentrums durch die Marktgemeinde Lustenau. Durch diese räumliche Erweiterung wird es erstmals möglich, die Kunstsammlung der Marktgemeinde und damit auch die Sammlung Stephanie Hollenstein in einem Schaudepot öffentlich zugänglich zu machen. Gemeinsam mit dem Hohenemser Architekturbüro von Reinhard und Eveline Drexel wurde im letzten Jahr ein Raumkonzept erarbeitet, das die Vergrößerung der Galerie um ein Depot, einen Mehrzweckraum für Vorträge, Workshops und Veranstaltungen sowie eine Aktualisierung der bestehenden Ausstellungsräumlichkeiten vorsieht: „Zukünftig wird die Architektur der Galerie leichter und einladender wirken und damit die Transparenz und Offenheit des gemeindeeigenen Kunstraums unterstützen. Die bestehende Architektur der frühen 1970er Jahre mit dem großzügigen Treppenaufgang, die hochwertige und charakteristischen Holzverkleidung und auch die Mediendecke – ein Prototyp der Firma Zumtobel für Museumsbeleuchtung von 1971 – werden wir dabei aber erhalten und vorsichtig um neue Elemente ergänzen,“ beschreibt Reinhard Drexel. „Durch die Erweiterung können wir die Kunstsammlung der Gemeinde und damit die Sammlung Stephanie Hollenstein der Bevölkerung zugänglich machen“, unterstreicht der verantwortliche Kulturgemeinderat Daniel Steinhofer.

Aktualisierung und Erweiterung

Die Raumfolge der bestehenden Ausstellungsräume mit ihrer charakteristischen Beleuchtungsdecke werden durch neue Böden und Wände ergänzt, um den zeitgenössischen Anforderungen an einen Ausstellungsraum zukünftig Rechnung tragen zu können. Im Bereich des Treppenaufgangs im ersten Stockwerk wird der Raum durch einen großen Durchbruch um den dahinterliegenden Raum mit Oberlichtern ergänzt, der vormals als Vorraum für die Büros des Stickereizentrums diente. Die dadurch neu entstandene großzügige Fläche wird als Eingangsbereich, Arbeitsraum für Gäste und Besucher und Vortrags- und Workshopraum benützbar sein. Das ehemalige Sitzungszimmer im Gebäudekern bleibt vollständig erhalten und wird als neues Depot für die Sammlung dienen. Eine durchgängige Bodenbeschichtung im gesamten Bereich wird die verschiedenen Gebäudeteile mit ihrem jeweils unterschiedlichen Charakter optisch zusammenhalten und den Übergang bilden.

Wiedereröffnung Ende April

Für den 28. April ist die Wiederöffnung der Räume mit einer Gastausstellung des Historischen Archivs geplant. Gemeindearchivar Wolfgang Scheffknecht und Vanessa Waibel bereiten derzeit eine Ausstellung über den Status von Lustenauer Reichsleuten im späten Mittelalter und zu Beginner der Neuzeit vor. Ab Juni startet dann das Kunstprogramm der Galerie, das mit Ausstellungen von Anna Oppermann, Sarah Schlatter und Hanna Schaich für 2017 die Präsentationen von drei starken weiblichen Einzelpositionen vorsieht.