Verdiente Lustenauer Persönlichkeiten geehrt 28. Oktober 2021

Verdienstzeichen und Ehrenringe 2021 (85) Bürgermeister Kurt Fischer, Otto und Veronika Hofer, Franz Gassner, Werner Scheffknecht, Sieglinde Maksymowicz, Wolfgang Bösch, Albert Hofer, Ernst Hagen, Walter Bösch und Vizebürgermeister Daniel Steinhofer

Der Nationalfeiertag bot das würdige Datum und der Festakt im Reichshofsaal den dazu passenden Rahmen, um verdiente Lustenauer Persönlichkeiten für ihr jahrzehntelanges Wirken zum Wohl Lustenaus zu ehren. Mit dem Verdienstzeichen der Marktgemeinde wurden Veronika und Otto Hofer für die Pflege und den Erhalt der Lustenauer Mundart und der Maler Mag. art. Franz Gassner für seine Leistungen als einer der bedeutendsten bildenden Künstler Vorarlbergs geehrt. Für sein jahrzehntelanges Wirken in der Pfarre Rheindorf wurde Diakon Prof. Mag. Werner Scheffknecht mit dem Ehrenring der Marktgemeinde gewürdigt. Ebenfalls mit dem Ehrenring ausgezeichnet, für ihren jahrzehntelangen, verdienten Einsatz in der Politik, wurden Sieglinde Maksymowicz, Ernst Hagen, Wolfgang Bösch, Dr. Walter Bösch und Mag. Albert Hofer.

Verdienstzeichen und Ehrenringe 2021 (16) konz.art umrahmte den Festakt musikalisch.

Bürgermeister Dr. Kurt Fischer und Vizebürgermeister Daniel durften die ausgezeichneten Personen und deren Familien, Weggefährten und weitere Ehrengäste wie Altbürgermeister und Ehrenbürger Hans-Dieter Grabher und Pfarrer Thomas Sauter, zur Matinée im festlich geschmückten Reichshofsaal begrüßen. Nach dem musikalischen Auftakt mit der Bundeshymne, virtuos dargeboten vom Streicherensemble „konz.art“, zog Bürgermeister Kurt Fischer in seinen Grußworten Parallelen zu der darin genannten „Heimat bist du großer Töchter und Söhne“ und zeigte sich stolz über die „Töchter“ und „Söhne“ Lustenaus. In den Laudationes, die wechselnd vom Bürgermeister und Vizebürgermeister vorgetragen wurden, konnten die Zuhörerinnen und Zuhörer berührende Einblicke in den Werdegang und herausragende Momente der Gewürdigten gewinnen. Nach dem Festakt bot der Empfang mit herbstlichem Buffet und einem feinen Gläschen noch gute Gelegenheit für einen ungezwungenen Austausch an diesem Feiertag.

Verdienstzeichen und Ehrenringe 2021 (49)

Ihr Fraktionskollege Wolfgang Bösch hatte als Tiefbaugemeinderat in seiner gesamten Amtszeit bis zur Fertigstellung der Lustenauer Kanalisation 2017 jeweils den Löwenanteil der Lustenauer Investitionen zu verantworten. Trotz der enormen Summen gelang es ihm gemeinsam mit der Verwaltung stets, die Arbeiten im Kostenrahmen zu halten und auf höchstem Niveau abzuschließen. Auch aktuellen Entwicklungen im Energiesektor stets aufgeschlossen, darüberhinaus war ihm die Lustenauer Trinkwasserversorgung mit höchster Wasserqualität, Sicherheit und stabilen Preisen immer ein besonderes Anliegen.

Verdienstzeichen und Ehrenringe 2021 (19)

Veronika Hofer erwarb sich besondere Verdienste um die Lustenauer Mundart, als Autorin, Übersetzerin, Regisseurin und Schauspielerin der Luschnouar Bühne, genauso wie als Liederkomponistin und -texterin. 2002 digitalisierte sie über 11.000 Mundartbegriffe, die Sieglinde Fitz-Grabher mit weiteren Mundart-Kennern seit den 70-er Jahren gesammelt hatte. Mit der Luschnouar Sprôôch-App, für die sie knapp 10.000 Wörter und Redewendungen eingesprochen hat, gilt sie quasi als Chris Lohner des Lustenauer Dialekts – ein einzigartiges digitales Archivdokument unserer Mundart. 

Verdienstzeichen und Ehrenringe 2021 (25)

Ihr Mann, Otto Hofer, sorgt seit den 70-er Jahren für Lachsalven und beste Unterhaltung auf Luschnouarisch. Mit seinen Gedichtbänden und literarischen Werken wie der Biographie „Geboren in Lustenau“ und den zahlreichen Auftritten als „Willibalder“, oder später mit den „Kleaborer Bahnteifl“ und Rundfunkaufnahmen, ist er in ganz Vorarlberg ein Begriff, für viele der Inbegriff eines Lustenauer Originals. 2008 mit dem großen Verdienstzeichen des Landes Vorarlberg geehrt, folgt nun das Verdienstzeichen seiner Heimatgemeinde.

Verdienstzeichen und Ehrenringe 2021 (29)

Mag. art. Franz Gassner zählt seit Jahrzehnten zu den bedeutendsten Künstlern Vorarlbergs. Die farblich und formal reduzierten Bildkompositionen sind meist auf monochromen Gründen gesetzt. In den meditativ abstrakten, lichten und dunklen Lichtfolgen führt die flächige, lasierende Malerei zur Transzendenz und zu innerem Klang. Kunst sei für ihn eine Existenzfrage, die er schon als Kind in vielen Zeichnungen aufgearbeitet habe. Es sei für ihn eine innere Notwendigkeit, sich zeichnend und malend auszudrücken. Sein Schaffen wurde durch zahlreiche Kunst-Auszeichnungen gewürdigt, die Marktgemeinde reiht sich ein und würdigt das Wirken von Franz Gassner mit dem Verdienstzeichen.

Verdienstzeichen und Ehrenringe 2021 (37)

Eine ganze Generation von Lustenauerinnen und Lustenauern kann sich die Erlöserpfarre nicht ohne Diakon Werner Scheffknecht vorstellen. Er war immer da. Er verkündete das Evangelium, er hielt sinnstiftende und berührende Predigten, er spendete die Taufe, leitete Wortgottesdienste, Begräbnisfeiern und spendete die Kommunion und den Segen. Er stand den Pfarrern Josef Marte und Thomas Sauter treu zur Seite und war wahrhaft Diener, auf altgriechisch „diakonos“ - eben Diakon. Darüber hinaus erreichten seine fundierten Gedanken über die Vorarlberger Medien einen breiten Leserkreis. Für seine großen Verdienste wurde Prof. Mag. Werner Scheffknecht der Ehrenring der Marktgemeinde verliehen.

Verdienstzeichen und Ehrenringe 2021 (41)

Dr. Walter Bösch gehörte über 45 Jahre der Lustenauer Gemeindevertretung als ordentliches Mitglied an – ein Rekord! Mit seiner sachlichen, oft eindrücklich formulierten Oppositionsarbeit und mustergültigen Leistung als Obmann des Prüfungsausschusses hat der pensionierte Richter seiner Gemeinde seinen großen Dienst erwiesen, die Gemeindevertretung dankt es dem Altbundesrat, -landtagsabgeordneten und -gemeinderat mit dem Ehrenring.

Verdienstzeichen und Ehrenringe 2021 (53)

Ebenfalls mit dem Ehrenring für ihre Verdienste auf Gemeindeebene wurden die Altgemeinderäte Sieglinde Maksymowicz und Wolfgang Bösch ausgezeichnet: Sieglinde Maksymowicz hat als Sozialgemeinderätin wesentliche Bereiche im gesellschaftlichen Leben Lustenaus geprägt: zB der Zubau des Seniorenhauses Schützengarten mit der neuen Pflegestation und die Renovierung und Adaptierung des Bestandgebäudes Schützengarten zum „Treffpunkt für Soziales und Gesundheit“ mit zahlreichen Institutionen zur Verbesserung der Lebensqualität im Ort. Vizebürgermeister Daniel Steinhofer würdigte Sieglinde Maksymowicz in seiner Laudatio als engagierte, durchsetzungskräftige, offene Kämpferin für ein ausgewogenes Sozialwesen in der Gemeinde.

Verdienstzeichen und Ehrenringe 2021 (45)

Mit dem neuen Ehrenringträger Ernst Hagen zeichnet die Gemeinde eine ihrer schönsten Stimmen in der Politik aus: Der ehemalige Landtagsvizepräsident, Landtagsabgeordnete, Vizebürgermeister und Kultur- und Jugendgemeinderat blickt auf eine eindrucksvolle politische Laufbahn zurück. Als Jugendreferent widmete er sich der Organisation der offenen Jugendarbeit in Lustenau, schuf die Jugendrahmenplanung und die Stelle des ersten Jugendkoordinators. In der Kulturpolitik initiierte er das jetzt noch aktuelle Kulturleitbild und mit den Vereinsförderrichtlinien eine wertvolle Grundlage für die vielfältigen Lustenauer Kulturvereine. Vielen Lustenauerinnen und Lustenauern ist Ernst Hagen mit seiner unverwechselbaren Gesangsstimme „gut im Ohr“.

Verdienstzeichen und Ehrenringe 2021 (57)

Mag. Albert Hofer ist der sechste neue Ehrenringträger der Marktgemeinde. Der ehemalige Landtagsabgeordnete und Gemeindevertreter hat sich als Wohnbausprecher jahrzehntelang für leistbares Wohnen eingesetzt und war maßgeblich an der Weiterentwicklung der Wohnbauförderungsrichtlinien beteiligt. Darüber hinaus hat Albert „Albi“ Hofer mit dem Lustenauer Adressbuch seit 1985 für Lustenau eine ergiebige Quelle für „Familienforschung“ herausgebracht. 2015 brachte er in einem gewaltigen Kraftakt und unter Mitwirken der Bevölkerung das letzte Adressbuch heraus – „für die einen ein trauriges Schicksal, für die anderen datenschutzrechtliche Notwendigkeit“ – schloss Bürgermeister Kurt Fischer in seiner Laudatio.

Impressionen von der Ehrung