Vorsicht blinde Passagiere 27. Mai 2026

Quagga2_(c)Umweltinstitut Vorarlberg

Zum Schutz des Alten Rheins rufen die Gemeinden Diepoldsau, Lustenau, Hohenems, Altach und Mäder die Bevölkerung dazu auf, die Verbreitung gebietsfremder invasiver Arten zu verhindern. Diese verdrängen einheimische Arten, schädigen Gewässer, Ökosysteme und Infrastruktur. Am Alten Rhein sind Hinweistafeln aufgestellt, die zeigen, wie man die Verbreitung verhindern kann. Denn haben sich invasive Arten einmal etabliert, sind sie kaum mehr zu bekämpfen.

Ein bekanntes Beispiel ist die Quaggamuschel. Sie stammt ursprünglich aus dem Schwarzmeerraum und wurde in Österreich erstmals 2016 von einem Taucher im Bodensee entdeckt. In den letzten 10 Jahren hat sie sich massiv ausgebreitet und ist im Bodensee heute flächendeckend vorhanden.

Die Auswirkungen sind erheblich. Durch ihre flächendeckende Ausbreitung bis in große Wassertiefen stört sie das ökologische Gleichgewicht und verdrängt einheimische Arten. Sie filtern große Mengen Wasser. Dabei werden dem Wasser Nährstoffe entzogen, die als Grundlage für die Nahrungskette dienen und somit auch Fischen fehlen. Zudem verursacht sie Probleme an der Wasserversorgung, Leitungen oder Booten.

Wie verbreiten sich invasive Arten?

Invasive Arten verbreiten sich häufig unbemerkt über Freizeitaktivitäten. An Stand-up-Paddles, Booten, Schwimmhilfen, Wassersportgeräten, Tauch- und Fischereiausrüstung können Tiere, Larven oder Kleinstorganismen von einem Gewässer ins andere übertragen werden.

Wassersportgeräte und Fischereiausrüstung gründlich reinigen

Um die Verbreitung zu verhindern, ist es wichtig, die Ausrüstung vor jedem Gewässerwechsel gründlich zu reinigen, zu kontrollieren und vollständig zu trocknen. 

  1. Reinigen Sie jegliche Wassersport- und Fischereigeräte mit heißem Wasser. Leeren Sie sämtliche Wasserrückstände in die Schmutzwasserkanalisation. Die Larven sind mit freiem Auge kaum sichtbar.
  2. Kontrollieren Sie die Ausrüstung auf Rückstände von Pflanzen und Tieren.
  3. Trocknen Sie die Ausrüstung vor der Nutzung auf einem anderen Gewässer vollständig.

 

DI Rudi Alge Abteilungsleiter
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